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Hamminkeln
Neuer Spülwagen für 360.000 Euro

Hamminkeln: Neuer Spülwagen für 360.000 Euro
Matthias Krusdick, Johann Kastein, Josef van der Linde und Bernhard Payer mit dem neuen Spülwagen FOTO: Weissenfels
Hamminkeln. Hamminkeln kauft eine neue Technik für die Kläranlage. Dahinter steckt viel Logistik und Technik. Von Thomas Hesse

Wenn Technik in die Jahre kommt, ist es Zeit für Neues. Die Stadt hat sich für 360.000 Euro einen neuen Spülwagen für die Kläranlage gegönnt. Die Investition ist mehr als nur Ersatz für den vorherigen 17 Jahre alten Spülwagen. Denn die Einsatzfelder des fahrenden Geräts sind sehr vielfältig und unterscheiden sich in zwei hauptsächlichen Bereichen: Zu 40 Prozent dienen sie der Kanalreinigung, zu 60 Prozent leisten sie Arbeiten an sogenannten Sonderbauwerken der Abwasserbeseitigung und Sonstiges. Bernhard Payer, Cheftechniker im Rathaus, ist froh über die technische Aufrüstung. "Das Kanalnetz im Boden ist unser größtes städtisches Kapital. Es ist gut, mit dem Spülwagen flexibler und wirtschaftlicher arbeiten zu können", sagt er.

Er nutzte gestern die Gelegenheit, auf die beachtlichen Größenordnungen hinzuweisen, die mit Entwässerung und Klären zu tun haben. Reinigung und Kontrolle der rund 126 Kilometer langen Hauptkanalisation in der Flächengemeinde - einschließlich der dazugehörigen 3.300 Schachtbauwerke - stehen auf der To-Do-Liste. Eingesetzt wird der neue Spülwagen auch im Zuge von Wartungs-, Reparaturarbeiten und der Beseitigung von Störmeldungen an 287 Kleinpumpstationen der Druckentwässerung in den Außenbereichen mit ihren 30 Zwischenpumpwerken und sieben Mischwasserbetriebspunkten. "Der Spülwagen leistet einen wesentlichen Beitrag zur schnellen, zeitnahen und effektiven Erledigung unserer Aufgaben", sagt Johann Kastein von der Kläranlage.

Die Dimension wird deutlich, wenn die städtischen Techniker weitere Aufgabenfelder zusammentragen: Reinigung und Kontrolle von sechs Regenüberlaufbecken, fünf Stauraumkanälen und einem Regenklärbecken; Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten auf der Zentralkläranlage und der Kläranlage Marienthal an Becken, Pumpwerken und Rohrleitungen; Abfuhr von Klärschlamm und Sandfanggut von Marienthal zur zentralen Anlage; Wartung, Unterhaltung und Reparatur von etwa 53 Kilometer Hauptdruckleitungen; Beseitigung von Ablagerungen und Verstopfungen an gut 160 Rohrdurchlässen als Gewässerquerungen unterhalb öffentlicher Verkehrsflächen. Vom Personal werden weitere Aufgaben übernommen: Schachtkontrollen, Säuberung von Schmutzfänger und die Kontrolle der Gewässereinleitungsstellen. "Hierbei werden zusätzlich wertvolle Erkenntnisse über den Zustand der Abwasseranlagen gewonnen", wissen die Fachleute.

Der neue Hamminkelner Wagen - dreiachsig, 9,50 Meter lang, 28 Tonnen schwer - ist darauf ausgerichtet. Er besitzt Behälter mit einem Gesamtvolumen von 12.000 Litern, eine Hochdruckspülpumpe und einen 240 Meter langen Spülschlauch. Natürlich ist das Fahrzeug nach dem Stand der Technik und den Erfordernissen der Arbeitssicherheit ausgerüstet worden. Fernbedienung, Gebläseeinrichtung zur Vermeidung von Aerosolaustrag bei der Kanalreinigung oder eine verstärkte Vakuumpumpe machen die Arbeitsabläufe ergonomisch besser, heißt es.

Quelle: RP
 
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