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Leichtathletik
Rekordergebnis beim Volkslauf des SVS

Schermbeck. Mit 787 Teilnehmern sind die Rennen so gut besetzt wie nie. Christoph Müller siegt über 10 000 Meter.

Ulrich Stiemer warf mit Superlativen um sich. Der Leichtathletik-Abteilungsleiter des SV Schermbeck war selbst überrascht von der außerordentlich guten Resonanz, die es gestern bei der 31. Auflage des Schermbecker Volkslaufs gab. Der Gastgeber feierte nämlich ein Rekordergebnis. Mit 787 Teilnehmern - 322 davon im Hauptlauf über 10 000 Meter - waren die Rennen diesmal so gut besetzt wie nie zuvor. "Die Veranstaltung ist ein Highlight. Es ist einfach unglaublich, dass so viele Sportler gekommen sind", sagte Ulrich Stiemer mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Die tolle Resonanz war aber nicht der einzige Rekord, der gestern geknackt wurde. Im Hauptrennen, das Vorjahressieger Christoph Müller vom TRC Essen in 35:09 Minuten gewann, gab's bei den Frauen einen neuen Streckenrekord. Anna-Lina Dahlbeck vom TuS Xanten erreichte nach 36:14 Minuten das Ziel und unterbot damit die Bestmarke von Steffi Röttger (36:32) aus dem Jahr 2011. Dahlbeck, die erstmals in Schermbeck an den Start gegangen war, verbesserte zugleich ihre neue persönliche Bestzeit um drei Sekunden. Sie war daher mehr als zufrieden mit ihrer Leistung. "Das Trainingslager auf Texel hat sich bezahlt gemacht. Ich bin sehr gut in Form", sagte Dahlbeck, die Titelverteidigerin des Lippe-Issel-Cups ist. Der Schermbecker Lauf war Auftakt der Serie, die zudem aus Rennen in Raesfeld, Drevenack und Hamminkeln besteht.

Christoph Müller hatte sich wegen des guten Wetters spontan dazu entschieden, am Schermbecker Volkslauf teilzunehmen. Der Essener setzte sich gestern mit zwei weiteren Läufern bereits kurz nach dem Startschuss ab. Das Trio lief anschließend rund 9,7 Kilometer gemeinsam an der Spitze. 300 Meter vor der Ziellinie setze Müller dann zum Schlussspurt an. Da konnte der 52-jährige Niederländer Fred Keurntjes, der in 35:16 Minuten als Zweiter das Ziel erreichte, nicht mehr mithalten. Den dritten Platz belegte Florian Nehring vom TV Goch. "Am Ende haben die jüngeren Beine gewonnen", sagte Müller schmunzelnd.

Keurntjes war der Volkslauf von einem Freund empfohlen worden. Kurzerhand setzte er sich am Sonntagmorgen in sein Auto und reiste aus dem rund 75 Kilometer entfernten Zevenaar an. "Ich wollte einmal wieder in einer anderen Umgebung laufen. Diese Strecke hier in Schermbeck ist wunderschön", sagte der Niederländer.

(stgi)
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