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Wesel
Wesels gute Stube wird 60

Wesel. Die Niederrheinhalle hat viel hohen Besuch gehabt - im Oktober wird groß gefeiert. Von Michael Stein

Man kann es kaum glauben: Stolze 60 Jahre hat Wesels gute Stube, die Niederrheinhalle, schon auf dem Buckel. Das gilt es gebührend zu feiern und so hat das Team um die Pächter Heike und Michael Lohmeyer am Wochenende vom 16. bis 18. Oktober so einiges geplant. Nach fast einem Jahr akribischer Arbeit stellten sie nun das Programm vor.

Die Feierlichkeiten beginnen mit dem Auftritt der legendären Band "Brings" am Freitagabend. Die Kölsch-Rocker versprechen für alle Besucher der Niederrheinhalle ab 20 Uhr eine "superjeile Zick" und das nicht nur karnevalistisch. Restkarten sind noch für dieses Highlight bei Eventim sowie bei Ticketshop Mattke oder in der Niederrheinhalle zum Preis von 23 Euro (zzgl. Gebühren) zu bekommen.

Der Festakt zum Jubiläum geht am Samstag mit einem Sektempfang ab 19 Uhr über die Bühne. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp hat schon zugesagt und wird mit vielen anderen Weselern durch sechs Jahrzehnte feiern. Mit von der Partie sind die Rock'n'Roller von "Rebel Tell", die musikalisch alt und neu verbinden werden. Auch Bürgerschützenverein, Prinzengarde und die Martin Quint Band sind mit von der Partie. Nicht zuletzt dank der Unterstützung der Stadtwerke Wesel ist der Eintritt frei.

Fortgesetzt wird die Geburtstagsparty am Sonntag ab 11 Uhr mit einem Tag der offenen Tür. Hier wird in Form eines Biwaks auf der Schützenwiese neben einer Schiffschaukel und einer Hüpfburg auch musikalisch Einiges geboten. Der Fanfarencourps Wesel ist ebenso dabei wie die "Niederrheiner Gipfelstürmer" mit bayerischen Musik. Eine Zeitreise absolviert die Niederrheinhalle ab 18 Uhr mit dem Box-Ländervergleichswettkampf zwischen Australien und Deutschland.

Drei Ehrengäste werden dabei sein: Günther Bornemann, Helmut Lohn und Johannes Rosentahl waren bei der Grundsteinlegung dabei. Heike und Michael Lohmeyer ist es wichtig, dass auch die von der Feier profitieren, die nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen. So geht ein Teil der Erlöse an den Förderverein Kinderpalliativmedizin Löwenzahn & Pusteblume. Da kommt die Unterstützung von Verbandssparkasse und Volksbank Rhein-Lippe gerade recht.

Blick zurück: Mitte der 50er Jahre brauchten die Bürgerschützen ein neues Zuhause, nachdem im Krieg das Vereinsheim "Tent" Opfer der alliierten Bomber wurde. Aus heutiger Sicht unglaublich, wie schnell alles ging. Nachdem die Finanzierung der benötigten 400 000 Mark mit Hilfe von Stadt, Spenden und einem Kuratorium gestemmt wurde, fand am 23. Mai 1955 die Grundsteinlegung statt. Bereits am 30. Juli wurde Richtfest gefeiert. Noch im gleichen Jahr begingen die Bürgerschützen in der Niederrheinhalle ihr erstes Schützenfest, wenn auch noch in einem ziemlichen Rohbau. Ein weiteres wichtiges Datum in der Hallengeschichte war der 1. Januar 1962. An diesem Tag ging das Eigentum mit Abschluss des Erbbauvertrages auf die Stadt über und der Bürgerschützenverein erhielt im Gegenzug neben einem Erbbauzins noch das Recht auf freie Nutzung von Halle und Schützenpark. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Über die Jahre hat die Niederrheinhalle viel hochkarätigen Besuch empfangen: Willy Brand, Konrad Adenauer, Angela Merkel, Peter Alexander, Heino oder die Toten Hosen - und jetzt eben Brings.

Quelle: RP
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