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Stadt Willich
Die Freude über den Verbleib des Archivs ist riesig

Stadt Willich. Dass das Willicher Stadtarchiv nicht ins Kreisarchiv, das in Dülken gebaut wird, ziehen wird, wurde vom Stadtrat jetzt zum zweiten Mal beschlossen. Nachdem dies Ende 2016 bereits der Fall gewesen war, beschlossen CDU, Grüne und FDP später, doch noch mal mit Landrat Dr. Andreas Coenen über einen Umzug der Archivalien zu sprechen - was bei der SPD und vielen Bürgern für Empörung sorgte. Nun scheiterten die Gespräche mit dem Landrat aber, weil die Willicher Archivalien im Kreisarchiv nicht im geforderten Umfang digitalisiert werden sollten.

Im Stadtrat betonten nun alle vier Fraktionen, wie sehr sie sich doch freuen, dass "das Gedächtnis der Stadt" in Schiefbahn bleibe. Aber man habe halt die Verantwortung dem Bürger gegenüber, das Beste für die Stadt zu erreichen, und wenn sich neue Möglichkeiten auftäten müsse man diese ergebnisoffen prüfen, so der Tenor von CDU, FDP und Grünen. Die SPD solle sich jedenfalls nicht als "Robin Hood des Archivwesens" darstellen, so FDP-Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Donath. Dabei hatte Bernd-Dieter Röhrscheid (SPD-Fraktionschef) vorher versöhnliche Töne angeschlagen.

Parteikollege Markus Gather machte da schon deutlicher, was er von der Diskussion hielt - mit Blick auf die geforderte Digitalisierung der Archivalien sagte er: "Sie reißen keinen Jugendlichen vom Hocker, wenn Sie ihn vor einen Computer setzen!" Im Gegensatz zu den anderen Fraktionen hätte die SPD "das kulturelle Erbe der Stadt niemals aufs Spiel gesetzt."

(msc)
 
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