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Kreis Viersen
Landwirte fordern einen fairen Wettbewerb

Kreis Viersen. Rheinische Bauern haben bei einer Kundgebung vor dem Bundeskartellamt in Bonn für faire Wettbewerbsbedingungen demonstriert. Der Lebensmitteleinzelhandel, hieß es, übe einen immer größeren Preisdruck auf die Bauern aus. "Fünf Unternehmen teilen sich 85 Prozent des Marktes auf und die Landwirte, die unsere Lebensmittel erzeugen, erhalten immer weniger für ihre Arbeit", kritisiert Paul-Christian Küskens, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen. Mit ihrer Aktion wollen die Landwirte dem Bundeskartellamt den Rücken für eine Verschärfung des Kartellrechts stärken.

Amtspräsident Andreas Mundt nahm die Sorgen und Bedenken der Landwirte persönlich entgegen. Völliges Unverständnis äußerten die Bauern bei dieser Gelegenheit über die von Wirtschaftsminister Gabriel erlaubte Übernahme von Tengelmann durch Edeka - trotz der Bedenken von Kartellamt und Monopolkommission. Dadurch werde, heißt es, die Strukturen des Einzelhandels aus Sicht der Landwirte weiter verschärft. "Die geltenden kartellrechtlichen Regelungen reichen angesichts der Dominanz einiger weniger Großen für einen fairen Wettbewerb nicht aus", sagt Küskens.

Die aktuelle Marktentwicklung werden vom Einzelhandel ausgenutzt, Niedrigstpreise durchzusetzen, "während Bauernfamilien im ihre Existenz bangen." Gleichzeitig schraubten die Handelsketten durch hauseigenen Einkaufsbedingungen die Anforderungen an die Produkte immer höher.

(hd)
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