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Stadt Willich
Mit Mathe zur Goldmedaille

Stadt Willich. Vincent de Bakker gehört bundesweit zu den drei besten Teilnehmern des Pangea-Mathematikwettbewerbs seiner Jahrgangsstufe. Von Bianca Treffer

Wenn Vincent de Bakker seinen beiden Goldmedaillen anschaut, dann steht dem 14-Jährigen die Freude darüber ins Gesicht geschrieben. Beide Auszeichnungen spiegeln seine Begabung und Begeisterung für Mathematik wider. Der Schüler des Schiefbahner St.-Bernhard-Gymnasiums hat zum zweiten Mal am Pangea-Mathematikwettbewerb teilgenommen - und das mit großem Erfolg. Deutschlandweit erreichte der Gymnasiast den dritten und auf NRW-Ebene den zweiten Platz.

"Ich mag Mathe einfach. Mir macht es Spaß, erst zu knobeln, bevor man an eine Lösung kommt. Für manche Aufgaben gibt es besondere Tricks, die man anwenden muss, um sie zu lösen", schwärmt Vincent. Wo andere schon allein beim Lesen einer Aufgabe die Segel streichen, geht er mit Elan an die Arbeit. Der Känguru-Wettbewerb ist so schon seit Jahren sein Begleiter, aber Pangea fasziniert ihn noch mehr. "Bei Känguru gibt es nur eine Ebene. Bei Pangea ist es hingegen so, dass es immer schwerer wird, je weiter man kommt, und das ist klasse", sagt das junge Mathegenie. Reichte es im vergangenen Jahr bei Pangea für den sechsten Platz in der Deutschlandwertung, so hat Vincent sich diesmal drei Plätze weiter nach vorne gearbeitet. In seiner Klasse, der Stufe neun, gingen insgesamt 11.150 Schüler an den Start, allein 3935 davon aus NRW. Die Vorrunde im Februar erfolgte an den jeweiligen Schulen. Am St.-Bernhard-Gymnasium nahmen 30 Schüler an der einstündigen Prüfung teil, bei der 25 Aufgaben gelöst werden mussten. Vier Wochen später fand in Mönchengladbach die Zwischenrunde mit zehn weitaus komplexeren Aufgaben als in der ersten Runde statt. Hierzu qualifizierten sich insgesamt sechs Schüler des Schiefbahner Gymnasiums. Der Sprung in die Finalrunde gelang dann aber nur Vincent.

Anfang Juni reiste er so zusammen mit Mathe-, Physik- und Informatiklehrer Michael Welder, der die Mathe-Wettbewerbe am Schiefbahner Gymnasium koordiniert und begleitet, nach Köln. Sieben kniffelige Aufgaben galt es in einer Stunde zu lösen. "Wir sind morgens um 11 Uhr gestartet, und gegen 16 Uhr gab es die Ergebnisse", berichtet der 14-Jährige. Vincent habe sehr gut abgeschnitten. Er habe enormes mathematisches Talent, sagt Welder voller Stolz. Er ist in Mathe so gut, dass sogar sein Lehrer gemeinsam mit ihm überlegt, wenn Vincent bei einer Aufgabe etwas anderes herausbekommt als er selbst. "Dann gucken wir immer, was stimmt, und wie es zu dem Unterschied kam", erzählt Vincent, der in Mathe glatt eins steht und in der Oberstufe auch einen Mathematik-Leistungskurs wählen möchte.

Wenn Vincent nicht gerade mit dem Lösen von Matheaufgaben beschäftigt ist, programmiert er mit Vorliebe Lego-Roboter. So hat er gerade einen kreiert, der sich bewegt und Abstände messen sowie bestimmen kann. Aber auch Tennis und Schlagzeug spielen machen dem jungen Schiefbahner viel Freude und sind ein schöner Ausgleich zur Mathematik.

Quelle: RP
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