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Stadt Willich
Unterstützung für den Online-Handel

Stadt Willich. Rat und Verwaltung sollten mit den Willicher Händlern sprechen, ob und welche Unterstützung diese benötigten, um den Online-Verkauf einzuführen oder zu verbessern - so erklärte Bernd-Dieter Röhrscheid (SPD-Fraktionsvorsitzender) den Inhalt eines Antrags seiner Fraktion im Haupt- und Finanzausschuss. Die Sozialdemokraten möchten, dass die Wirtschaftsförderung - womöglich auch mit externen Experten wie der Hochschule Niederrhein - den örtlichen Einzelhandel unterstützt, online zu verkaufen. Sie soll dazu ein Konzept erstellen.

Die Verwaltung hatte den Sachstand dargestellt: Die "Digitalisierung des Handels" werde innerhalb der Verwaltung bereits bearbeitet: Willich ist Mitglied im Netzwerk InnenstadtNRW. Außerdem nimmt Citymanagerin Christel Holter an einer Arbeitsgruppe des Netzwerks "Zukunft Handel: WLAN in den Innenstädten - reicht das" (89 Mitglieder) teil, das ein Arbeitspapier zu dem Thema erarbeitet. Sie hat zudem den eCommerce-Tag NRW besucht und war bei einer Themenveranstaltung der IHK. Allerdings gibt es derzeit kein erkennbar funktionierendes System, vielmehr versuchten sich viele Anbieter an der Thematik und reichen regelmäßig teure und personalintensive Angebote ein.

Die Verwaltung schlug daher vor, dass Holter darüber hinaus im Gespräch mit den vier Willicher Händler-Gemeinschaften bleibt und deren Unterstützungsbedarf erfragt.

Für die CDU meinte Rainer Höppner (Einzelhändler und Vorsitzender der Werbegemeinschaft Schiefbahn), dass sich derzeit IHK und Sparkasse Krefeld mit der Thematik beschäftigten und dazu eine Auftakt-Veranstaltung machen wollten. Allerdings gebe es in Willich überwiegend kleine Einzelhändler - für die das Thema Online-Handel schwierig ist. Er sagte auch, dass es nicht darum gehe, ein derzeit in Mönchengladbach durchgeführtes Modell ("Mönchengladbach bei eBay") zu imitieren - das sei auch deswegen erfolgreich, weil es in der Stadt Elektro-Großhändler gebe. Hans-Joachim Donath (FDP) meinte, seine Fraktion sei bezüglich der Erfolgsaussichten ebenfalls skeptisch - andererseits habe Willich einen hohen Kaufkraft-Abfluss und viele Leerstände, daher "Los, immer machen ..." Der CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Bäumges meinte, seine Fraktion sei - nach den Erklärungen Röhrscheids zu dem Antrag - gern dabei.

Letztlich erhielt Holter so den Auftrag, das Thema weiterzuverfolgen und in der zweiten Jahreshälfte im Haupt- und Finanzausschuss zu berichten.

(djm)
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