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Xanten
Fair kochen und probieren im Rathaus

Xanten: Fair kochen und probieren im Rathaus
Bürgermeister Thomas Görtz (Mitte), Wolfgang Schneider (Eine-Welt-Laden) und Klaus Haan (Steuerungsgruppe) freuen sich auf den Abend. FOTO: Julia Lörcks
Xanten. Die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Xanten sowie die Eine-Welt-Gruppe und die Kolpingsfamilie laden für Freitag, 24. November, zu einer Fairtrade-Kochshow ein. Küchenhelfer sind Bürgermeister Thomas Görtz sowie Krimi-Autor und RP-Mitarbeiter Erwin Kohl. Von Julia Lörcks

Kochen ist in. Fernsehformate à la "Grill den Profi" ziehen Millionen Menschen vor den Flimmerkasten. Millionen sollen es zwar nicht sein, aber mehr als 100 Gäste dürfen es schon werden, wenn die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Xanten sowie die Eine-Welt-Gruppe und die Kolpingsfamilie für Freitag, 24. November, 19 Uhr, zur Fairtrade-Kochshow in den Sitzungssaal des Rathauses einladen. An den Kochtöpfen: Henrik Meisel und Klaus Hamelmann. Unterstützung bekommen die beiden Referenten des Fairen Handels von Bürgermeister Thomas Görtz sowie Krimi-Autor und RP-Mitarbeiter Erwin Kohl. Guten Appetit.

Die Idee zur Fairtrade-Kochshow hatte Klaus Haan. Der Mitarbeiter der Stadtverwaltung, zuständig für den Bereich Zentrale Dienste, hatte das Format vor etwa einem Jahr auf der Fairtrade-Messe in Dortmund gesehen - und war sofort begeistert. "Die Fairtrade-Kochshow ist ein innovatives Konzept, um den fairen Handel weiter zu stärken und die Menschen ganz niederschwellig mit dem Thema in Berührung zu bringen", sagt Haan und ergänzt: "Die Show zeigt, wie einfach der Einsatz von Fairtrade-Produkten im Alltag ist." Im Jahr 2014 war die Kochshow zum ersten Mal auf Tour. Bis Ende 2019 wird sie in 25 deutschen Städten zu sehen sein. Xanten gehört zu den ersten Austragungsorten.

Henrik Meisel hat die Fairtrade-Kochshow erfunden. Am Freitag, 24. November, baut er seine mobile Küche im Sitzungssaal des Rathauses auf. FOTO: Veranstalter/Lörcks

Genauer gesagt werden von Meisel und Hamelmann, die auch die Erfinder der Fairtrade-Kochshow sind, Rezepte aussuchen, die dann in der Live-Show nachgekocht werden. Das Equipment und die Technik bringen sie mit, lediglich den Raum muss die Stadt zur Verfügung stellen. Die Kosten werden von Engagement Global, eine Service-GmbH für Entwicklungsinitiativen, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wird, zu 100 Prozent übernommen.

Die Zuschauer erfahren während der Zubereitung im Sitzungssaal nicht nur die Hintergründe zu den jeweiligen Produkten, sie dürfen die Speisen natürlich auch probieren. "Keine Garantie", sagt Bürgermeister Thomas Görtz, der nach eigenen Angaben in der heimischen Küche höchstens einmal die Kartoffeln schält. "Ich bin nur der Helfer." Damit er seiner Frau die Rezepte ans Herz legen kann, sind alle Produkte nach der Show und dann auch im Eine-Welt-Laden in Xanten erhältlich.

Die Fairtrade-Kochshow ist übrigens eine von vielen Aktionen, die die Stadt Xanten ins Leben ruft, um den Gedanken des fairen Handels zu stärken. Hintergrund ist die Auszeichnung als Fairtrade-Stadt, die am 27. Oktober 2012 zum ersten Mal erfolgte und im vergangenen Jahr bestätigt wurde. Seitdem gibt es in der Stadt jährlich ein faires Frühstück. Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft gab es auch schon einmal ein Menschenkicker-Turnier. Fair hergestellte Fußbälle der Marke Derbystar wurden an Schulen und Vereine verteilt.

Quelle: RP
 
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