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Xanten
Hak und Vissers begeistern die Zuhörer mit ihrem Spiel

Xanten. Grenzüberschreitende Begegnungen hochbegabter Pianisten konnten rund 80 Zuhörer im Rathaussaal erleben. Sasha Hak aus Kleve-Materborn und Daniël Vissers aus den Niederlanden, beide Teilnehmer des 7. Internationalen Euregio Rhein-Waal Studentenmusikfestivals, gaben eine Kostprobe ihres bereits mehrfach ausgezeichneten Könnens.

Erstaunlich, mit welcher Unbekümmertheit die 17-jährige Schülerin, die im nächsten Jahr ihr Abitur machen will, das Konzert mit der "Sonate c-Moll, KV 547" von Wolfgang Amadeus Mozart eröffnete. Ohne Pathos und Dramatik gelang ihr eine kluge Steigerung von Klangfarben und Stimmungen. Sie verstand es, Themen aufzugreifen und durch den Strudel der Mozart'schen Einfälle für den Hörer klar und deutlich zu führen. Immer wieder fand sie dabei zu großer Klarheit und akustischer Brillanz zurück.

Mit dem "Scherzo Op. 31 Nr. 2" von Frédéric Chopin bot die Pianistin überraschend erdverbunden einen ganz eigenen Kosmos an Stimmungen und Farben. Ihr etwas harter, jedoch eleganter Anschlag und ihr feines Ohr prädestinierten sie vor allem für alles Feinnervige und sorgte für eine wunderbar duftige, lebendig poetische Stimmung.

Daniël Vissers bewies in der "Partita Nr. 1 B-Dur, BWV 825" ein bemerkenswertes Gespür für die stimmlichen Zusammenhänge und Farbtöne. Ob tänzerisch lebhaft oder getragen, das Publikum begegnete einem nicht nur musikalisch frischen, sondern auch einem ungewöhnlich emotionalen Bach.

Beethovens "Sonate F-Dur Op. 10 Nr. 2" spielte der 19-Jährige eindrucksvoll unspektakulär, kraftvoll und mit dynamischer Diktion. Wohlklingend, charmant, tönten die melodischen Abschnitte.

Ausdrucksstark erhoben sich die kantablen Melodien in Sergej Rachmaninoffs "Prelude c-Moll Op. 23 Nr. 7". Kernig und robust beherrschte Vissers sein Instrument, um nur wenig später in der schwelgerischen Harmonik aufgehen zu können. Es gab langanhaltenden Applaus für zwei klasse Musiker.

(usp)
 
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