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Lokalsport
Alpen feiert den Derbysieg gegen Veen

Kreis. Kreisliga A: In einem hitzigen Lokalduell besiegt Viktoria Alpen die Veener Borussia mit 1:0. Beide Teams kassieren einen Platzverweis. Für Alpen geht der Blick nach oben, für Veen nach unten. Von Johannes Heiming

Es war die 88. Minute, als Marcel Sura seinen Platz im Mittelfeld bei Viktoria Alpen räumen musste. Jedoch nicht aufgrund einer Auswechselung, sondern weil ihn der Schiedsrichter mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen hatte. Und den Platzverweis hatte sich Sura redlich "verdient", nachdem er das Meckern einfach nicht einstellen wollte. Die Situation machte deutlich, wie erhitzt die Gemüter im Derby gegen Borussia Veen auch kurz vor Schluss noch waren. Die Ampelkarte änderte jedoch nichts mehr daran, dass die Gastgeber das Feld als 1:0 (0:0)-Sieger verließen.

Zu verdanken hatte die Viktoria den Jubel nach dem Schlusspfiff Nico Goergen, der nach 55. Minuten per Abstauber zum 1:0 traf. Dennis Laakmann konnte einen Freistoß von Dan Tooten nur nach vorne abklatschen lassen, und Goergen nutzte die Gunst der Stunde. Der Treffer war bis zu diesem Zeitpunkt einer der wenigen sportlichen Höhepunkte der Partie. Ansonsten war die Partie geprägt von intensiven Zweikämpfen, acht Gelben Karten und viel Hektik. "Es war eben ein typisches Derby", resümierte Alpens Trainer Jörg Schütz.

In der ersten Halbzeit erspielten sich beide Teams nur wenig Torchancen. Gefährlich wurde es am ehesten nach Standardsituationen. Die Ballbesitz-Anteile waren dabei klar verteilt. Die Viktoria bemühte sich um einen strukturierten Spielaufbau, während die Gäste aus Veen tief standen und schnell umschalten wollten. Nach der Führung erhöhte Alpen dann noch einmal den Druck. Doch lediglich eine Großchance von Nils Speicher sprang für die Gastgeber heraus. Auf der Gegenseite schwächte sich die Borussia zehn Minuten vor Schluss selbst. Jens Willemsen musste nach wiederholtem Foulspiel das Feld verlassen. Der Viktoria gelang es anschließend, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Davon war Schütz angetan: "Wir kö nnen sehr zufrieden sein. Ich glaube auch, dass wir das Spiel verdient gewonnen haben", so der Trainer, der am Spiel selbst allerdings "keinen großes Spaß" hatte. Das lag daran, dass ihm die recht defensive Spielweise der Gäste nicht besonders zusagte. Allerdings sollte der neutrale Zuschauer nicht vergessen, dass sich die beiden Teams eben auch in gänzlich unterschiedlichen Situationen befinden. Während die Viktoria derzeit von Sieg zu Sieg eilt und nun schon auf dem vierten Tabellenplatz steht, hat die Borussia immer wieder mit personellen Problemen zu kämpfen und richtet den Blick nach unten.

Viktoria Alpen: Dahm; Esper, Spallek, Sura, Goergen (82. Konjuhi), Lorscheider (46. Kuhlmann), Tooten, Rassier, Speicher, Feuchter (69. Bauth), Haß.

Borussia Veen: Laakmann; Schmitz, Keisers, El-Zein, Werder, Möller, Holz (54. J. Willemsen), Tegeler, Gebbeken (71. Wierz), Pimingstorfer, T. Willemsen (80. Münzner).

Quelle: RP
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