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Lokalsport
Ein Wimpernschlag entscheidet S*-Springen

Lokalsport: Ein Wimpernschlag entscheidet S*-Springen
Für Vanessa Pfeifer vom RFV Xanten lief's mit Pourquoi pour moi im Zwei-Phasen-Springen (Klasse A**) mit 16 Strafpunkten nicht rund. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Otmar Eckermann gewann die Prüfung auf dem Xantener Tünglerhof mit nur eine Sekunde Vorsprung vor Volker Höltgen. Von Stephan Derks

Beim hochklassigen Springevent auf dem Tünglerhof hat sich an den drei Tagen ein Höhepunkt an den anderen gereiht. Ganz zur Freude der Organisatoren Julia und Stefan Miß, die den Zucht- und Pensionsstall in Xanten-Ursel betreiben. Stefan Mutweiler, Heinz Kleinbongartz und Michael Omainska als Parcoursbauer hatten alle Hände voll zu tun, um den starken Teilnehmerfeldern in den 17 Prüfungen leistungsorientierte Hindernisse anzubieten. Im S*-Springen war der Sieger nur eine Sekunde schneller als der Zweitplatzierte.

Bereits am ersten Turniertag, dem der Reitnachwuchs in den Jungpferdeprüfungen vorbehalten war, wurde den Zuschauern viel Qualität geboten. Insbesondere die Aktiven aus dem Nachbarkreis Kleve glänzten, die bei dem Hallenturnier, auf dem wegen der Vielzahl der Starter oftmals in drei Abteilungen platziert wurde, 18. Mal das Siegerpaar stellten. So lieferte Judith Emmers (Asperden-Kessel) in der Springpferdeprüfung der Klasse L eine starke Vorstellung ab. Sie gewann mit der Cristallo II Tochter Cristella S mit einer Wertnote von 8,70 (9 = sehr gut). Die höchste Wertnote auf dem Tünglerhof erzielte allerdings der für den RFV Jagdfalke Brünen reitende Frank Brücker, der in einer weiteren Springpferdeprüfung auf L-Niveau den von Henrik Snoek in Westfalen gezogenen dunkelbraunen Hengst Chacolot (Coronas/Concorde) derart rittig und reguliert vorstellte, dass das Richterduo Theo Breil und Ansgar Millarg diese Vorstellung mit von 8,80 beurteilte.

Sehenwert war auch die schwere Springprüfung für junge Pferde, in der die für den Club der Pferdefreunde Goch startende Stefanie Reining im Sattel der Holsteiner Schimmelstute Claudine (Claudio/Calipp) pfeilschnell die starke Konkurrenz hinter sich ließ und mit einem fehlerfreien Umlauf Rang eins belegte.

Ordentlich was hingebaut hatten die Parcourschefs auch in der zweiten Prüfung der Klasse S*, in der ein enges Stechen über Sieg und Platzierung entschied. Sieben von neun Reitern hatten die bis zu 1,45 Meter hohen Hindernisse fehlerfrei überwunden. Exakt eine Sekunde schneller beendete jedoch der amtierende Rheinische Meister der Springreiter, der Kranenburger Otmar Eckermann, im Sattel seines Paradepferdes Coco-Bongo Boy (Cassini Boy Junior/Kigal) den Parcours vor dem ebenfalls fehlerfrei gebliebenen Volker Höltgen (Monheim) auf Balou Fina.

Und auch im nachfolgenden Finale um die Ponysportförderung unterer Niederrhein, einem A**-Springen mit Stechen, wurden die Nerven der zahlreichen Besucher strapaziert. Strafpunktfrei siegte der Bruckhausener Leon Bergmann (Menora, 0.00/27.98) vor Hannah te Heesen (Hünxe) auf Vatango Mo (0.00/28.04), die zuvor die Einlaufprüfung gewonnen hatte.

Im abschließenden L-Springen um den Preis der Stadt Xanten wurde Lea Terhoeven-Urselmans (Keppeln) für ihren beherzten Ritt auf Hötzenhof Satchmo (0.00/44.46) mit der Siegerschleife belohnt. Hans-Jürgen Bruckmann fasste für den Veranstalter die Eindrücke zusammen: "Es war ein rundum gelungenes Wochenende."

Ergebnisse: www.rechenstelle.de

Quelle: RP
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