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Fünf Teams spielen um den RP-Pokal

Lokalsport: Fünf Teams spielen um den RP-Pokal
Kampfsport, oder doch Fußball - Im vergangenen Jahr ging es zwischen Titelverteidiger SSV Lüttingen (rote Trikots) und der DJK Wardt engagiert zur Sache. Am Ende hatten die Fischerdörfler ein weiteres Mal die Nase vorn. FOTO: arfi (Archiv)
Xanten. Xantener Fußball-Stadtmeisterschaft: Der SSV Lüttingen will die Trophäe erneut verteidigen, aber die Gastgeber aus Vynen-Marienbaum lassen über ihren Trainer Haal trotz allen Respekts eine verhaltene Kampfansage verlauten. Von Stefanie Kremers

Das halbe Dutzend Jahre haben die A-Liga-Fußballer des SSV Lüttingen vollgemacht. Seit nunmehr sechs Jahren steht der RP-Wanderpokal im Vereinsheim der Fischerdörfler. Morgen findet ab 11 Uhr die Xantener Stadtmeisterschaft der Fußballer auf dem Rasengeläuf des SV Vynen-Marienbaum in Vynen statt. Nach dem Modus Jeder gegen Jeden messen sich die fünf Teams aus dem Stadtgebiet im direkten Duell. Die Spielzeit beträgt 30 Minuten. Die Siegerehrung für den Stadtmeister und die Auszeichnung des besten Turnier-Torschützen ist für 17 Uhr geplant. Große Töne spuckt keines der anderen vier Teams, die die Lüttinger Vormachtstellung beenden wollen. Der Respekt, den sich die Fischerdörfler im Stadtgebiet verschafft haben, ist bemerkenswert.

Bevor der SSV seine Erfolgsserie startete, hielt der SV Vyma die begehrte Trophäe in den Händen. Das war 2010. "Zuhause kennen wir die Gegebenheiten. Wir nehmen uns natürlich vor, jedes Spiel zu gewinnen", lautet die verhaltene Kampfansage von Vyma-Trainer Thomas Haal. Der Gastgeber hat in den beiden höchstklassig agierenden Teams die Turnier-Favoriten ausgemacht. "In einer halben Stunde kann viel passieren. Wenn allerdings ein Gegentor fällt, wird es schwer das wieder aufzuholen", glaubt der erfahrene Übungsleiter. Nach einem intensiven Vorbereitungsstart und einem kurzen Trainingslager am Wochenende sind die Beine seiner Fußballer schwer. "Ich bin froh, dass wir momentan einen großen Kader haben und rotieren können." Kein Risiko wird der Trainer bei Felix Colmsee eingehen, der sich nach einem Kreuzbandriss im Aufbautraining befindet. Er bekommt eine Genesungspause.

An seiner Kabinenansprache feilt unterdessen noch Thilo Munkes, der beim Titelverteidiger an der Seitenlinie steht. "Wir haben den Pokal hintereinander auf allen Plätzen gewonnen. Es wird immer schwerer, einen neuen Reiz zu setzen." Motivation genug dürfte für seine Fußballer der Konkurrenzkampf untereinander sein. "Bald startet die Meisterschaft, und wir sind auf fast jeder Position doppelt besetzt. Jeder kann sich Samstag noch einmal beweisen", stellt Munkes einen der begehrten Plätze in der Startelf in Aussicht. Verborgen geblieben ist dem Übungsleiter das Aufrüsten in den anderen Stadtteilen allerdings auch nicht. "Die anderen Teams sind ausgeglichener und besser besetzt als noch im letzten Jahr", sagt Munkes.

Auf faire Titelkämpfe hofft Torsten Weist, Trainer des TuS Xanten. "Wichtig ist mir, dass die Jungs am Samstag ihre Laufeinheit absolvieren und sich nicht verletzten", sagt Weist. Die Domstädter werden als aussichtsreichster Kandidat gehandelt, dem SSV in diesem Jahr den Wanderpokal streitig zu machen. Neuzugang Jan Rütjes wird nur ein Spiel auf der Anlage seines ehemaligen Vereins bestreiten. Er ist privat verhindert. Dion Rückbeil reist angeschlagen in den Xantener Norden.

Die Außenseiterrolle nimmt in diesem Jahr die DJK Wardt ein. Erst vor einer Woche teilte der Vorstand mit, dass sich die erste Mannschaft noch vor dem Start in die Saison aus der Kreisliga B zurückzieht. "Es hatten schon Spieler zugesagt, bei uns zu bleiben, die dann doch gegangen sind. Aufgrund der vielen Abgänge haben wir einfach keine schlagkräftige Truppe für die B-Liga", erklärt Trainer Thomas Vtic den Rückzug. Er muss das Team neu ordnen. Blutjunge Nachwuchskicker bilden nun den Großteil des 16-Mann-Kaders. Ohne große Erwartungen geht Vtic daher in den Titelkampf.

Den Ruf eines erstzunehmenden Gegners hat sich die Viktoria aus Birten verschafft. Als Überraschungsteam belegten die Blau-Weißen 2016 den zweiten Platz und ärgerten die "Großen". "Das war phänomenal. Die Jungs haben da alles gegeben. Ich sehe uns trotzdem in einer Außenseiterposition", sagt Trainer Marcel Hartje. Personell wird die Viktoria nach ihrem Aufstieg in die Kreisliga B und nach etlichen Neu-Verpflichtungen gut aufgestellt sein. "Die Jungs sind gut drauf und wir werden mit 17-18 Leuten anreisen", erklärt Hartje und freut sich auf das Kräftemessen.

(SK)
 
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