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Lokalsport
Geänderter Verteilungsmodus 2018

Xanten. Sportpolitik: Vereine sollen im nächsten Jahr auf Zuschüsse verzichten. Die Stadt Xanten möchte die Pauschale vom Land in eigene Anlagen investieren. Von Peter Kummer

Die Sportvereine sollen im kommenden Jahr auf Zuschüsse für eigene Neubauprojekte und Sanierungen ihrer Sportstätten verzichten. Statt dessen, schlägt die Stadt den Lokalpolitikern zur Entscheidung vor, soll diesmal die Sportpauschale vom Land in die eigenen Sportstätten fließen.

Xanten gehört zu den wenigen Kommunen im Land, die die komplette Sportpauschale an die Vereine weitergeleitet hat. Im vergangenen Jahr waren es knapp 60 000 Euro. "So konnten in der Vergangenheit verschiedene große Neubauprojekte, aber auch Sanierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden", heißt es in einer Beschlussvorlage für den Rat. Viele andere Städte und Gemeinden schütten dagegen nur einen Teil des Betrages an die Klubs aus.

Für 2018 hat die Stadt verschiedene Maßnahmen auf der Agenda. Besonders die Landwehrhalle ist in ihren Fokus gerückt. Sanierungsbedarf besteht dort vor allem bei den Umkleideräumen und bei den Toilettenanlagen; außerdem müssen bei den Flucht- und Rettungswegen Veränderungen vorgenommen werden. Eventuell soll die fest installierte Tribüne einer mobilen Version weichen. Dazu müssen jedoch erst noch statische Untersuchungen vorgenommen werden.

Wie es bei den Investitionen nach 2018 weitergehen soll, hänge, so die Stadt an die Ratsmitglieder, unter anderem von der Umsetzung des Koalitionsvertrags der neuen schwarz-gelben Landesregierung ab. Dort war eine substanzielle Erhöhung der Sportpauschale angekündigt worden. Außerdem könnten Zuschüsse aus dem Programm "Gute Schule 2020" in Betracht kommen.

Die großen Vereine der Stadt zeigen Verständnis für einen geänderten Verteilungsmodus für 2018. Der SSV Lüttingen könne damit gut leben, sagte zum Beispiel Vorsitzender Hans-Gerd Wonning. In den letzten Jahren wurden auch mit Hilfe der Zuschüsse aus der Pauschale umfangreiche Investitionen vorgenommen, zum Beispiel der Bau von Umkleiden und eine Erweiterung der Toilettenanlagen. "Für das nächste Jahr haben wir keine Maßnahmen geplant", sagt Wonning. "Im Moment haben wir eine ruhigere Phase." Gleiches gilt für Viktoria Birten. "Bei uns steht aktuell nichts größeres an", erklärt Vorsitzender Frank Tekath. "Wir haben in den letzten Jahren vieles verbessert."

Beim größten Sportverein der Stadt, TuS Xanten, sind im kommenden Jahr ebenfalls keine größeren Investitionen geplant. Das Großprojekt Naturrasen statt Ascheplatz im Stadion auf dem Fürstenberg und die Anlage einer Kunststofflaufbahn stehen erst ab 2019 auf der To-Do-Liste des Vereins. Die Sanierung der Landwehrhalle sei dringend erforderlich, betont der Vorsitzende des Vereins, Heinrich Gundlach. "Davon werden dann auch die Xantener Vereine profitieren."

Quelle: RP
 
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