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Lüttingen hat Schicksal in der eigenen Hand

Lokalsport: Lüttingen hat Schicksal in der eigenen Hand
Die Johann-Brüder Kevin (links) und Bastian kämpfen mit dem SSV Lüttingen um den Klassenerhalt. FOTO: Ostermann Olaf
Kreis. Fußball-Kreisliga A: Der SSV will zwei Spieltage vor dem Ende nachlegen. Veen erwartet Alpen, Millingen Aufstiegsanwärter Sonsbeck II. Von Detlef Kanthak

Der Countdown läuft. 180 Minuten nebst zweimaliger Nachspielzeit bleiben den Mannschaften der Fußball-Kreisliga A noch, um die Saison 2015/16 ihren Wünschen entsprechend abzuschließen. Schön, wenn man dabei sein Schicksal noch in der eigenen Hand hat.

So wie der SSV Lüttingen. Vor Wochen schon mit einem Bein in der B-Liga, winkt dem Club nun wieder der Klassenerhalt. "Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen immer unter höchstem Druck gestanden und sich dabei fantastisch geschlagen", zieht Trainer Thilo Munkes den Hut vor seinen Akteuren. "Dass wir uns überhaupt die Chance auf das Finale am Sonntag erspielt haben, macht mich unfassbar stolz", setzt er noch eines obendrauf. Der SSV gastiert beim punktgleichen, in der Tordifferenz aber wesentlich schlechter da stehenden FC Rumeln-Kaldenhausen. Die Rechnung aus Lüttinger Sicht: Klappt's mit dem Sieg auf dem Rumelner Kunstrasen, dann ist zumindest die Relegation erreicht.

Mehr noch: Mit dem TuS Asterlagen und dem VfB Homberg II sind Konkurrenten in Reichweite, die, wenn nicht schon am Sonntag, dann eine Woche später, am letzten Spieltag der Saison, noch überholt werden könnten. Selbst bei einer Niederlage des SSV in Rumeln ständen noch alle Türen offen - nur, das Lüttinger Team wäre dann auf Schützenhilfe anderer Mannschaften angewiesen. "Wir fahren erst einmal als Außenseiter nach Rumeln", gibt Munkes artig zu Protokoll, den Heimvorteil und die Fans des FCR als zwölften Mann ausmachend. "Aber wir gehen auch mit viel Freude ins Spiel", fährt er fort. "Unsere Spieler sind vorbereitet, wir wissen, dass wir einmal mehr alles abrufen müssen!"

Alles abliefern, alles gewinnen - das könnte für den SV Sonsbeck II zu wenig sein. Der Dritte muss bei drei Zählern Rückstand auf Patzer des Spitzenduos MSV Moers und FC Meerfeld hoffen. Das Programm des vorletzten Spieltags schickt die Sonsbecker Zweitvertretung zum SV Millingen. Sebastian Hulstein, beim 5:0 gegen Asterlagen vom Platz geflogen, wird fehlen. Trainer Stefan Kuban wird umplanen müssen. "Das ist bitter", sagt er, "Sebastian ist unser Vidal vor der Abwehr, der viel abräumt und eigene Aktionen einleitet." Die Vorfreude auf das Derby ist in Millingen derweil nicht zu überhören. "Wir können befreit aufspielen, der Druck liegt beim SVS. Wir freuen uns noch mal auf ein Highlight der Saison", beschreibt Trainer Torsten Weist die Stimmung im Lager des Aufsteigers. Der Sonsbecker Blick richtet sich am Sonntag natürlich auch auf die aufstiegswillige Konkurrenz.

Der MSV Moers gastiert in Homberg, der FC Meerfeld muss beim SV Orsoy antreten. Für die Gastgeber ist das Aufstiegsrennen nach dem 0:2 in Meerbeck beendet. Jetzt werden andere Prioritäten gesetzt. "Wir wollen die Saison vernünftig zu Ende bringen", erklärt Trainer Frank Pomrehn. Mit anderen Worten: "Wir werden nichts verschenken." In Sonsbeck wird man es gerne hören.

Fernab von allen Tabellenzwängen stehen sich Borussia Veen und Viktoria Alpen im Nachbarschaftsduell gegenüber. 2:1 für die Borussia hieß es im Hinspiel. "Na ja, das haben wir nicht vergessen", sieht Alpens Trainer Jörg Schütz Korrekturbedarf. Sein Kapitän Patrick Hoffmann droht nach Fußverletzung erneut auszufallen. Auf Veener Seite kehrt der frühere Viktoria-Junior Marcel Grewe ins Tor zurück. Das letzte Gastspiel der Spielzeit führt den SV Budberg zu Preußen Vluyn. Ziel ist es, den fünften Tabellenrang zu verteidigen.

Quelle: RP
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