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Carsten Richter
"Mir liegt der SV Orsoy sehr am Herzen"

Xanten. Der 41-jährige Familienvater hat den Vorsitz übernommen. Er möchte die Mitgliederzahl steigern und Sponsoren anlocken.

Orsoy An der Spitze des SV Orsoy steht seit knapp zwei Wochen ein 41-jähriger System-Elektroniker. Carsten Richter wurde auf der Hauptversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er lebt mit seiner Familie in dem Rheinberger Stadtteil und wird den Club in den nächsten beiden Jahren führen. Vor Richter und seinen Vorstandskollegen Rolf Rothgang sowie Bernd Gawron liegen große Aufgaben. So feiert der SVO im kommenden Jahr hundertjährigen Geburtstag.

Herr Richter, was betrachten Sie in Ihrer ersten Amtszeit als die wichtigste Aufgabe im Verein?

Carsten Richter Das ist ganz klar die Erneuerung unserer Flutlichtanlage, die durch Sturm Friederike zerstört worden ist. Wir sind mit der Planung und Finanzierung schon sehr weit, dennoch müssen noch einige Anträge für Fördermittel gestellt werden. Ich bin mir aber sicher, dass die neue Anlage pünktlich zum Herbst leuchten wird. Darüber hinaus wollen wir einen weiteren Platz, der vornehmlich für unsere Jugend gedacht ist, errichten.

Stichwort Jubiläum. Was erwartet die Mitglieder und Einwohner?

Richter Wir sind noch in der Findungsphase. Ich will nicht zu viel versprechen, um dann am Ende etwas zurücknehmen zu müssen. Da möchte ich abwarten. Wir versuchen, einen lukrativen Gegner für unsere Fußballer nach Orsoy zu holen. Alles andere wird sich zeigen.

Zur letzten Hauptversammlung sind 30 Mitglieder gekommen. In den Jahren zuvor war das Interesse noch geringer. Was muss der Vorstand tun, um für seine Mitglieder attraktiver zu werden?

Richter Der Kontakt zwischen den Abteilungen muss enger werden. Ich werde in den nächsten Wochen mit allen Kontakt aufnehmen und mir ein Bild von der Arbeit machen. Dann werden wir entscheiden, wie es weiter geht. Ich kann mir auch vorstellen, dass wir die ein oder andere Trendsportart ins Leben rufen werden. Dies werde ich mit den Abteilungen besprechen. Ferner schwebt mir vor, Jugendliche ab 16 Jahren zu unseren Hauptversammlungen einzuladen - auch wenn sie kein Stimmrecht haben.

Sie hatten bislang noch kein Vorstandsamt beim SV Orsoy inne. Was hat sie eigentlich dazu bewegt, gleich für den Posten des 1. Vorsitzenden zu kandidieren?

Richter Mir liegt der SV Orsoy nun mal sehr am Herzen. Ich spiele dort Tennis, ebenso sind meine beiden Söhne Mitglieder des Vereins. Und was noch viel wichtiger ist: Ich besitze den Ehrgeiz und Manpower, den Verein weiter nach vorne zu bringen. Nicht zu vergessen ist Rolf Rothgang, der mich mit seiner langjährigen Erfahrung unterstützen wird. Dies erleichtert mir die Arbeit erheblich.

Wie alle kleineren Sportvereine klagt auch der SV Orsoy über fehlende finanziellen Mittel. Was muss hier geschehen?

Richter Meine Vorstandskollegen und ich wollen den Verein für die Bevölkerung noch interessanter machen. Dazu gehört natürlich auch, die Mitgliederzahl zu steigern. Ich bin mir übrigens nicht zu schade, bei möglichen Sponsoren in Orsoy oder im Umland anzuklopfen. Ich bin schon gespannt, wie die Mitglieder auf der Hauptversammlung in zwei Jahren meine Arbeit einschätzen werden.

JÜRGEN SCHROER FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
 
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