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Sonsbeck entdeckt den Offensivfußball wieder

Lokalsport: Sonsbeck entdeckt den Offensivfußball wieder
Da geht's lang: Jan-Paul Hahn ist als Organisator der Abwehr nicht aus der Anfangsformation des SV Sonsbeck wegzudenken. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Landesliga: Thomas Dörrer führt die Premiere als SVS-Trainer der "Ersten" morgen zum Tabellennachbarn SV Straelen. Seine Mannschaft wird mit zwei Stürmern auflaufen und höher verteidigen. Von Rene Putjus

Zu seiner aktiven Zeit hat Thomas Dörrer vor allem ein Ziel verfolgt: möglichst viele Tore schießen. Das zeichnet einen Stürmer aus. So liegt es in der Natur der Sache, dass Dörrer auch als Trainer ein Verfechter des gepflegten Offensivfußballs ist. Diese Grundeinstellung hat der neue Coach des Landesligisten SV Sonsbeck seinen Schützlingen in den vergangenen Tagen immer wieder näher gebracht. Und der Trainer machte deutlich, dass er morgen im Spiel eins nach Thomas Geist in Straelen (Anstoß 14.30 Uhr) ein Team mit unbedingtem Siegeswillen sehen möchte. "Die Zuschauer sollen von Beginn an mitbekommen, dass wir gewinnen wollen." Das ist unter seinem Vorgänger zu selten der Fall gewesen.

In dem Derby stehen sich zwei Konkurrenten gegenüber, die sich mit jeweils 15 Punkten im unter Teil der Tabelle aufhalten. Die Abstiegsränge sind nicht weit entfernt. "Meine Jungs haben den Anspruch, möglichst schnell Plätze gutzumachen. Sie sind willig und haben im Training voll mitgezogen", sagte Dörrer, der "eine richtig gute Stimmung" auf dem Platz wahrgenommen hat. So werden bei einigen Kanidaten für die Startelf Nuancen darüber entscheiden, wer sich letztlich in der Anfangsformation wiederfindet. "Ich habe ein Luxusproblem und schaue beim Abschlusstraining nochmals ganz genau hin", meinte der Coach gestern Mittag. Lediglich Sebastian Leurs steht ihm nicht zur Verfügung, der am Donnerstag mit dem Lauftraining begonnen hat. Stürmer Jan Piminingstorfer, der zuletzt unter Geist keine Chance hatte, steht auch am Sonntag nicht im Kader, weil er aus beruflichen Gründen in dieser Woche bei den Einheiten fehlte. Dörrer hat den Youngster aber im Blick. Womöglich kommt Pimingstorfer morgen bei der "Zweiten" zum Einsatz. Auch für ihn seien die Maas-Brüder Niklas und Lukas Perspektivspieler für die Landesliga-Mannschaft, betonte Dörrer.

Der wollte sich gestern nicht in die Karten schauen lassen, wie denn die Sonsbecker Startelf in Straelen aussehen könnte. Fakt ist, dass Michael Burda auch weiterhin zwischen den Pfosten steht, Jan-Paul Hahn die Abwehr organisiert und Felix Terlinden im Angriff gesetzt ist. Und der SVS wird mit einem zweiten echten Stürmer agieren. "Wir wollen das Spielfeld enger halten, deshalb höher verteidigen und die Akzente setzen, ohne dabei die Defensivarbeit zu vernachlässigen", stellte der neue Coach klar. Ob die Elf es schon in Straelen schafft, seine Art des Fußballspielens umzusetzen, bleibt abzuwarten. Der neue Fußball-Vorstand macht ihm keinen Druck. Wichtig ist, dass sich der SV Sonsbeck auf dem Rasen anders präsentiert, mehr Spielfreude zeigt sowie Punkte holt. Und es halt wieder Spaß macht, den Rot-Weißen zuzuschauen.

Auch beim Gegner lief's in den vergangenen Wochen nicht rund. Den letzten "Dreier" gab's am 20. September. Dörrer rechnet mit einer Partie "auf Augenhöhe" und Gastgebern "die uns alles abverlangen werden". Sandro Scuderi, der Trainer der Hausherren, redet nicht lange um den heißen Brei heraum: "Wir müssen punkten und einfach einen Ticken besser sein als Sonsbeck."

Quelle: RP
 
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