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Leichtathletik
Spannung vor dem Xantener Citylauf

Neukirchen-Vluyn. Für die "Enni-Laufserie" brachte der Donkenlauf in Neukirchen-Vluyn einige Vorentscheidungen.

Dieses Laufspektakel präsentierte sich als ein Kommen und Gehen. So war es jedenfalls am Neukirchen-Vluyner Schulzentrum bei der 15. Auflage des Donkenlaufs vom Ausdauersportverein (AS). Beim Startschuss für den ersten Kinderlauf um 13 Uhr säumten noch zahlreiche Eltern, Omas und Opas die Stadionrunde. Doch die machten sich dann am späten Mittag nach der Siegerehrung mit ihren Nachwuchsläuferinnen und -läufern zumeist stolz und überwiegend mit Kuchen für die heimische Kaffeetafel eingedeckt auf den Heimweg.

Leerer wurde es deshalb auf dem Schulhof nicht wirklich. Nun warteten nämlich "die Großen" auf ihren Start über die fünf Kilometer. Und kurz bevor die Ersten ins Ziel kamen, gesellten sich bereits die Zehn-Kilometer-Absolventen dazu, holten ihre Startnummern und bereiteten sich vor. Immerhin kamen 1264 Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Manche sogar mehrmals. Andere, die erwartet wurden, allerdings gar nicht.

Dazu gehörten Christoph Verhalen und seine Lebensgefährtin Anna-Lena Dahlbeck. Das Top-Duo vom TuS Xanten hatte bei der Premiere der neuen "Enni-Laufserie" am 25. April die zehn Kilometer beim Moerser Schlossparklauf gewonnen. Doch in Neukirchen-Vluyn waren sie nicht dabei, machten damit gleichzeitig die Gesamtwertung wieder spannend, die beide nun nicht mehr für sich entscheiden können. Es gewann Daniel Monster auf seiner Heimstrecke, kann aber ebenfalls nicht den Gesamtsieg holen, nachdem er in Moers ausgestiegen war. Nun ist der Weg frei für Sebastian Rosenberg, der in Moers Dritter und in Neukirchen-Vluyn Zweiter wurde. In Xanten kann er sich ein Duell mit seinem ehemaligen Trainer Björn Temmler liefern. Bis zum 11. September, wenn beim Xantener City-Lauf der dritte und letzte Start der Enni-Laufserie über die Bühne gehen wird, ist jedenfalls für Spannung gesorgt.

Doch daran haben die mehr als 2500 Besucher und Sportler nicht allzu viele Gedanken verschwendet. Sie hatten eher die Sorge, ob das Wetter hält. Und das tat es pünktlich zum Start der kleinen Läuferinnen und Läufer. Sponsor "Enni" hatte die Besucher mit Ratschen ausgestattet, mit denen sie ihre Anfeuerungen lautstark untermalten. Und die Kinder gaben alles, kämpften sich durch, während das Wetter immer wärmer wurde. Rosenberg hatte sich übrigens über fünf Kilometer außer Konkurrenz auf die doppelte Distanz vorbereitet. Die Anfeuerung, als er als unter den besten Fünf das Ziel ansteuerte, tat er schmunzelnd ab: "Ist nur Warmlaufen."

Einen besonderen Ehrgeiz entwickeln mittlerweile auch die Mannschaften bei den Firmenläufen. In diesem Jahr war Physiogold/Sexyshorts von Simon Schreiber das nominell stärkste Team. Kunststück: Schreiber spielt Handball beim SV Neukirchen und hatte jede Menge Vereinskollegen ins Boot geholt. Mit dabei waren auch zahlreiche Damen. Zu Schreibers Läufern gehörte auch Jan Roschig, der von einigen Zaungästen und Laufkollegen mit einem Schmunzeln auf den Lippen als "Abtrünniger" bezeichnet wurde - weil er zum Handball-Oberliga-Aufsteiger VfB Homberg gewechselt ist, in Neukirchen-Vluyn aber immer noch viele Freunde hat.

(zak)
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