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Lokalsport
Terlinden erlöst den SV Sonsbeck

Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Erst in der Nachspielzeit schoss der Stürmer das 4:2 gegen den PSV Wesel-Lackhausen. Bester Akteur der Hausherren war Torhüter Michael Burda. Die Rot-Weißen bleiben unter Trainer Thomas Dörrer unbesiegt. Von Rene Putjus

Die gestrige Begegnung des SV Sonsbeck in der Fußball-Landesliga war so gar nicht nach dem Geschmack von Trainer Thomas Dörrer. Zwar holte seine Mannschaft drei Punkte auf heimischem Kunstrasen gegen den PSV Wesel-Lackhausen und blieb zum neunten Mal in Folge ungeschlagen, doch lieferten die Hausherren eine unterdurchschnittliche Leistung ab. Es lag in erster Linie am Unvermögen der Kreisstädter und am gut aufgelegten SVS-Schlussmann Michael Burda, dass die Dörrer-Elf den Platz als Sieger verließ. "Das war kein Leckerbissen", sagte der Coach, der sich nach dem 4:2 (2:1) erst mal sammeln musste. Immerhin: Die Gastgeber, die nur wenige Chancen hatten, spielten äußerst effektiv.

Auf der anderen Seite bekam Burda mehr Möglichkeiten, sich auszuzeichnen, als ihm lieb war. So war's nicht verwunderlich, dass sich die Sonsbecker Feldspieler nach dem Schlusspfiff überschwänglich bei ihm bedankten. Sekunden vor dem 4:2 hatte er gegen zehn Weseler - Stephan Sanders war nach einer Tätlichkeit mit Rot runtergeflogen (80.) - mit einer Glanztat das 3:3 verhindert. PSV-Torhüter Sebastian Kaiser wäre beinahe zum Held geworden. Seinen Schuss hielt Burda und leitete den Konter ein, der zum vierten SVS-Tor führte.

Dörrer, dem mit Marvin Braun, Timo Kürten und A-Junior Marcel Timm nur drei Ersatzspieler zur Verfügung standen, sah von seinem Team einen starken Auftakt. In der Anfangsminute hatte Max Fuchs das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Kaiser. Aus der folgenden Ecke resultierte das 1:0, das Jonas Kremer per Kopf markierte. Die Hausherren blieben am Drücker. Fuchs erhöhte mit einem Gewaltschuss auf 2:0 (13.). Der Torjubel fiel besonders ausgelassen aus, weil's sein erster Saisontreffer war. Nach gut 20 Minuten stellten die Sonsbecker das Fußball spielen ein. Die Ruhe am Ball ging verloren, es häuften sich die Fehlpässe. Im Spielaufbau hakte es plötzlich. Warum es zum Bruch kam, konnte Dörrer sich nach der Partie auch nicht so richtig erklären. "Wir fühlten uns wahrscheinlich zu sicher." Dem PSV war's nur recht. Durch ein Freistoß-Tor vor Oliver Vos gelang den Gästen der Anschluss (30.). Genau vor solch einer Standardsituation hatte Dörrer gewarnt. Bis zur Pause war Wesel dem 2:2 näher als der SVS dem 3:1.

Dies war auch zunächst im zweiten Abschnitt der Fall. Sonsbecks Offensivbemühungen verpufften. Wie aus heiterem Himmel erhöhten die Hausherren in der 66. Minute. Ein Zuckerpass von Ajdin Mehinovic vollende Terlinden zum 3:1 (66.). Ein grober Abwehrschnitzer von Sebastian Leurs begünstigte das 2:3. Necati Güclü durfte sich die Torecke aussuchen (78.). Der PSV machte auf, der SVS kam zu Konterchancen. Aber erst in der Nachspielzeit erlöste Terlinden seinen aufgelösten Trainer und die frierenden Zuschauer.

Quelle: RP
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