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Viktoria ist reiselustig - und fährt nach Budberg

Lokalsport: Viktoria ist reiselustig - und fährt nach Budberg
"Die Meisterschaft geht vor", sagt Patrick Jetten, der Trainer des SV Budberg. In der Fußball-Kreisliga A erwartet seine Mannschaft das Überraschungs-Ensemble von Viktoria Alpen. FOTO: Armin Fischer
Kreis. Fußball-Kreisliga A: Das Spitzenspiel hat in dieser Konstellation kaum jemand erwartet. Alpen sammelte zehn Punkte aus vier Partien. Von Detlef Kanthak

"Meisterschaft und Pokal", sagt Patrick Jetten, "sind zwei Paar Schuhe." Und welches von beiden das bequemere sein sollte, da macht der Trainer des SV Budberg auch kein Geheimnis draus. "Die Meisterschaft in der A-Liga geht vor", erklärt Jetten, der das Pokalspiel in der Woche bei Borussia Veen denn auch flugs zum Übungsabend umfunktionierte.

Gegenüber dem 2:0-Sieg in Rheurdt drei Tage zuvor veränderte der Coach seine Startelf gleich auf fünf Positionen. Für das Team gab es frischen Wind und mit einem 4:2-Erfolg bei den "Krähen" den erhofften Sprung ins Pokal-Achtelfinale, für den Trainer einige neue Erkenntnisse, die er sich vor dem sonntäglichen Spitzenspiel im Meisterschaftsbetrieb auch gewünscht hat. Mit Viktoria Alpen reist das Überraschungsteam der Kreisliga A an.

Zehn Punkte aus vier Spielen, für einen Aufsteiger, dessen Trainer das Wort "Klassenerhalt" dick an die Wand gepinselt hat, ist das schon ein feiner Auftakt. "Alpen wird mit viel Rückenwind anreisen", sagt Jetten, "wir sind gewarnt." So viel lässt er aber bereits durchsickern: "Wir haben in Veen ein anderes System mit anderen Spielern gespielt, gegen Alpen wird es wieder Veränderungen geben."

Alpens Trainer Jörg Schütz hat sich derweil mit den Urlaubsplänen seiner Mannschaft näher beschäftigt. Das Ergebnis: Die Viktoria ist reiselustig. "Wir haben noch einige Spieler in den Ferien", macht sich Schütz Gedanken über die Aufstellung. Die Taktik vor der Partie beim Bezirksliga-Absteiger hat sich der Coach aber schon zurecht gelegt. "Wie gegen Sonsbecks Reserve", verrät er. Damals, beim 1:1 am dritten Spieltag, war's eine eher defensive Ausrichtung, die einen möglichen Sieg sogar verhindert hat. Also gibt es jetzt eine Einschränkung. "Wir schauen eine Viertelstunde, wie das Spiel läuft, und dann können wir immer noch umstellen", erklärt Schütz.

In 15 Minuten kann schließlich viel geschehen. Das musste der SV Orsoy bei seinem Auftritt beim FC Rumeln lernen, als in der Schlussphase aus einer 1:0-Führung noch eine 1:3-Niederlage entstand. "Etwas mehr Konzentration", wird Trainer Frank Pomrehn seinen Akteuren vor der Partie beim noch punktlosen Schlusslicht SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen verordnen.

Einen, gelinde gesagt, suboptimalen Start in die Saison hat die Veener Borussia hingelegt. Zwei Punkte aus drei Spielen sind eine eher ausbaufähige Bilanz. Die Mannschaft gastiert beim Aufsteiger FC Rumeln-Kaldenhausen, der zwei Niederlagen zum Auftakt zwei Siege folgen ließ und nun in der Liga angekommen zu sein scheint. Geht die Borussia leer aus, dann hat sie sich wie auch schon im Vorjahr geschehen einmal mehr im Tabellenkeller eingenistet. Zehn Tage sind seit dem letzten Auftritt des SV Millingen vergangen. Zehn Tage, in denen sich das Lazarett des Aufsteigers gelichtet haben sollte. Trainer Torsten Weist und sein Team müssen sich dennoch mit der Rolle des krassen Außenseiters begnügen, denn der SVM gibt seine Visitenkarte beim Ligachef VfL Rheinhausen ab. Die Bergheimer dürfen als einziges Team der Spielklasse auf die Idealnote von zwölf Punkten aus vier Begegnungen verweisen.

Vor dem Auftakt der Saison wäre das Aufeinandertreffen des FC Meerfeld mit dem SV Sonsbeck II als "Spitzenspiel per excellence" durchgegangen. Am Sonntag aber treffen der Tabellensiebte und der Ligaelfte aufeinander. Da bleibt für beide Teams nur der Gedanke, mittels eines erfolgreichen Abschneidens die Tabellenspitze nicht weiter aus den Augen zu verlieren. Auf ein gutes Omen darf Thilo Munkes verweisen. Für den Trainer des SSV Lüttingen begann seine Amtszeit bei den Fischerdörflern am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison mit dem Spiel gegen den TuS Asterlagen. Munkes und die Mannschaft feierten einen 3:0-Sieg, der SSV den vorzeitigen Klassenerhalt. Jetzt sieht man sich wieder. "Mach's noch mal, Thilo", lautet der Wunsch rund um den Lüttinger Schürkamp. "Wenn wir den Schwung aus der zweiten Halbzeit unseres 3:3 in Veen mitnehmen, könnte es auch gegen ein so kampfstarkes Team wie den TuS klappen", hofft Munkes auf den zweiten Saisonsieg.

Quelle: RP
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