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Sonsbeck
Vorbildliche Kooperationen zwischen Schule und Verein

Sonsbeck. Auch die Gesamtschule Sonsbeck-Xanten will in Zukunft ihren Schülern ein Tischtennis-Training ermöglichen. Von Heidrun Jasper

Die seit August 2015 bestehende Kooperation des Offenen Ganztags (OGS) an der Johann-Hinrich-Wichern-Grundschule mit der Tischtennisabteilung des SV Sonsbeck hat die Gesamtschule Xanten-Sonsbeck hellhörig gemacht: Torben Sowinski, Sport- und Mathelehrer an der Gesamtschule, hat bei der OGS nachgefragt, ob auch sechs seiner Schüler donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr die Turnhalle an der Grundschule nutzen und Tischtennis spielen dürfen. Kein Problem, befand Gabriela Peters, Leiterin der OGS; genauso sah es der SVS, der die fünf Tischtennisplatten und -schläger stellt.

Ein Problem gab es dann allerdings doch: Das Tischtennis-Projekt der OGS ruhte zwischenzeitlich, weil Daniel Weber, der den OGS-Kindern gezeigt hatte, wie man Bälle übers Netz schmettert oder schnibbelt, inzwischen den Schläger aus der Hand gelegt und die Tischtennisabteilung beim SV verlassen hat.

Also machte sich Torben Sowinski, der seit dem Schuljahr 2015/2016 an der Gesamtschule in Sonsbeck unterrichtet und eigentlich vom Fußball kommt (er trainiert zur Zeit noch die DJK Labbeck-Uedemerbruch und ab dem 1. Juli die Zweite des SV Kleve), in seinem recht großen Bekanntenkreis auf die Suche.

Und der 38-Jährige, der an der Sporthochschule in Köln sein Sportdiplom gebaut und danach noch Mathematik auf Lehramt studiert hat, wurde in Labbeck fündig: Karl-Heinz Walter (68), Berufssoldat und daher seit dem 53. Lebensjahr im Ruhestand, hat sich bereit erklärt, jeden Donnerstag nach Sonsbeck zu fahren und die Tischtennis-Kinder zu trainieren.

Und dass, obwohl Walter, der viele Jahre im Pfarrheim in Labbeck Jugendarbeit geleistet hat, eigentlich im Tennissport zu Hause ist. Den Tennisschläger musste er allerdings mit 40 Jahren wegen Schulter-Problemen an den Nagel hängen.

Karl-Heinz Walter stimmt mit Torben Sowinski und Patrick Diamant (26, Betreuer an der OGS) überein, dass nur ein Trainer eigentlich nicht ausreicht für zehn Jungen und Mädchen im Alter von acht biself Jahren und dass es wichtig ist, bei Kindern Ballgefühl zu entwickeln, die Freude am Spiel und an der Bewegung zu wecken und ihnen zu helfen, die Freizeit sinnvoll zu verbringen.

Torben Sowinski von der Gesamtschule Xanten/Sonsbeck will jetzt erst einmal sechs Wochen schauen, ob das Projekt bei den Schülern, die er aus den beidenfünfer Klassen "rekrutiert" hat, ankommt. Wenn ja, will er das Projekt als Sport-Arbeitsgemeinschaft an der Gesamtschule Xanten-Sonsbeck installieren. "Aber dann brauchen wir mehr Personal", sagt der Vater eines vierjährigen Sohnes und einer zwei Monate alten Tochter. "Und wir müssen den Offenen Ganztag begeistern, dass er uns Asyl gewährt und sich weiter mit uns die Turnhalle an der Grundschule teilt".

Quelle: RP
 
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