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Ägypten
Muslimbruderschaft ruft nach tödlicher Razzia zu "Rebellion" auf

Kairo. Die Muslimbruderschaft hat den ägyptischen Sicherheitskräften nach einer Razzia mit neun erschossenen Bruderschaftsmitgliedern kaltblütigen Mord vorgeworfen.

Die Spezialeinheiten waren am Mittwoch in eine Wohnung in einer Kairoer Vorstadt eingedrungen und erwiderten nach eigenen Angaben das Feuer auf sie, wodurch neun Personen getötet wurden. Darunter war auch der frühere Parlamentsabgeordnete Nasr al-Hafi.

Die Tötungen seien ein Wendepunkt, der ein Nachspiel für Präsident Abdel Fattah al-Sisi haben werde, teilte die Muslimbruderschaft am Mittwoch in einer englischsprachigen Erklärung mit. "Kommt heraus zur Rebellion und zur Verteidigung eures Landes, von euch selbst und euren Kindern", hieß es in der Mitteilung an die ägyptische Bevölkerung gerichtet. "Zerstört die Zitadellen seiner (al-Sisis) Unterdrückung und Tyrannei und verlangt Ägypten einmal mehr zurück."

Das Innenministerium teilte mit, bei den neun Getöteten habe es sich um flüchtige Anführer der Bruderschaft gehandelt, die Terroranschläge auf das Militär, die Polizei, Gerichte und Medien geplant hätten.
Zwei der Erschossenen seien bereits vorher zum Tode verurteilt worden.

(ap)
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