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"Amnesty"-Bericht
Nigeria: Seit 2014 hat Boko Haram 2000 Frauen entführt

Mai 2014: Boko Haram führt verschleppte Mädchen vor
Mai 2014: Boko Haram führt verschleppte Mädchen vor FOTO: afp, JM
Abuja. Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat in Nigeria nach Angaben von Amnesty International seit dem vergangenen Jahr mehr als 2000 Frauen und Mädchen entführt.

Viele von ihnen würden von den sunnitischen Extremisten als Sexsklaven gehalten, zwangsweise verheiratet oder zum bewaffneten Kampf gezwungen, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichen Bericht der Menschenrechtsorganisation. Der Bericht basiert auf Interviews mit knapp 200 Augenzeugen, darunter auch 28 Frauen und Mädchen, die zeitweise in der Gewalt von Boko Haram waren.

Neue Satellitenbilder zeigen Amnesty zufolge zudem das Ausmaß der Zerstörung nach einem Boko-Haram-Angriff auf Bama im Nordosten Nigerias. Mindestens 5900 Gebäude - das entspreche etwa 70 Prozent der Kleinstadt - seien entweder beschädigt oder zerstört worden. Die Straßen seien voller Leichen gewesen.

(dpa)
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