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Hilfsorganisation
2015 "tödlichstes Jahr" für Mittelmeer-Flüchtlinge

Diese Fotos bewegten die Welt
Diese Fotos bewegten die Welt FOTO: Nilüfer Demir/Dogan News Agency/AFP
Genf. 3771 Menschen sind im vergangenen Jahr bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen - und damit mehr als je zuvor binnen zwölf Monaten.

"2015 war das tödlichste Jahr für Migranten und Flüchtlinge, die versucht haben, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen", sagte der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Joel Millman, in Genf.

Unter den Bootsflüchtlingen auf dieser Route gab laut IOM 492 Todesfälle mehr als 2014. Allerdings flohen 2015 mit rund einer Million Menschen auch beinahe fünfmal so viele wie im Jahr zuvor über das Mittelmeer. Insgesamt erreichten 2015 auf diesem Weg laut IOM 1.004.356 Flüchtlinge Europa.

Mehr als zwei Drittel der Todesfälle habe es auf der Route durch das zentrale Mittelmeer gegeben. Sie werde vor allem von Menschenschmugglern benutzt, die von der Küste Libyens aus operieren.

Weltweit kamen 2015 laut IOM 5350 Menschen auf verschiedenen Fluchtwegen ums Leben - unter ihnen mindestens 800 in Südostasien sowie mindestens 330 in Mexiko sowie entlang der Grenze zwischen Mexiko und den USA.

(dpa)
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