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Wirbelsturm
Mindestens zwei Tote durch "Katia" in Mexiko

Mindestens zwei Tote durch "Katia" in Mexiko
Überflutete Straßen im mexikanischen Tecolutla. FOTO: afp, yc
Tecolutla. Durch den Wirbelsturm "Katia" sind in Mexiko mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Erdbebentoten an der Pazifikküste stieg nach einer vorläufigen Bilanz der Behörden auf 65.

"Katia" traf als Wirbelsturm in Tecolutla im Bundesstaat Veracruz auf die mexikanische Atlantikküste. Er wurde bei seinem Eintreffen auf dem Festland zwar zum Tropensturm herabgestuft, brachte aber kräftigen Regen mit sich. Bei einem dadurch ausgelösten Erdrutsch in Xalapa, der Hauptstadt des Bundesstaates Veracruz, starben zwei Menschen, wie Zivilschutzchef Luis Felipe Puente im Fernsehsender Televisa mitteilte.

Durch Überschwemmungen an zwei Flüssen im Bundesstaat Veracruz seien 235 Häuser zerstört worden, 900 Bewohner seien davon betroffen. Allerdings seien die Schäden insgesamt geringer als erwartet, sagte Puente. Das US-Hurrikan-Zentrum hatte zuvor vor "lebensbedrohlichen Überschwemmungen und Schlammlawinen, insbesondere in bergigen Regionen" gewarnt.

In Tecolutla begutachteten die Bewohner am Samstag die Schäden. Bäume waren entwurzelt, vor allem einfach gebaute Häuser waren schwer beschädigt. Der in Erwartung des Sturms abgeschaltete Strom wurde wieder eingeschaltet.

Zahl der Toten nach Erdbeben steigt auf 65

Im Süden des Landes wurden die Rettungsarbeiten nach dem Jahrhundert-Erdbeben vom Donnerstagabend (Ortszeit) beendet. Unter den Trümmern liege niemand mehr, sagte der Koordinator der Einsatzkräfte, Roberto Alonso. Insgesamt wurden 65 Tote geborgen, zudem wurden mehr als 200 Verletzte gezählt.

Präsident Enrique Peña Nieto machte sich ein Bild von den Rettungsarbeiten. Er besuchte die 100.000-Einwohner-Stadt Juchitán de Zaragoza, wo nach dem Beben der Stärke 8,2 die stärksten Zerstörungen festgestellt wurden.

Soldaten, Polizisten und Helfer hatten sich im Erdbebengebiet einen Wettlauf mit der Zeit geliefert, um Überlebende des Bebens aus den Trümmern zu bergen. Vom Erdbeben am stärksten betroffen war der Bundesstaat Oaxaca, wo nach jüngsten Angaben mindestens 46 Menschen ums Leben kamen. Die übrigen Todesopfer wurden aus den Bundesstaaten Chiapas und Tabasco gemeldet. Mehr als 260 Nachbeben erschütterten die Region.

(das/AFP)
 
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