| 18.36 Uhr

Region Arequipa
Mindestens neun Tote und 40 Verletzte bei Erdbeben in Peru

Lima. In Peru sind mindestens neun Menschen bei einem Erdbeben ums Leben gekommen – mindestens 40 weitere wurden verletzt. Die Opferzahl droht weiter zu steigen.

Das sagte ein Vertreter des peruanischen Zivilschutzes am Montag. Das Beben der Stärke 5,2 ereignete sich in der Nacht in der südlichen Region Arequipa und löste einen folgenschweren Erdrutsch aus. Rund 50 Häuser wurden zerstört und ganze Straßen verschüttet.

Die Gouverneurin von Arequipa, Yamila Osorio, sprach von drei Toten in Achoma und sechs weiteren in Yanque. Dem peruanischen Institut für Geophysik zufolge ereignete sich das Beben zehn Kilometer von Chivay entfernt, der Hauptstadt der Provinz Caylloma, in einer Tiefe von nur acht Kilometern. Am frühen Montagmorgen (Ortszeit) gab es mehrere Nachbeben.

Ländlichen Gegenden schwer getroffen

Am schwersten von dem Beben getroffen wurde die ländlich geprägte Kommune Yanque, wo viele einfach gebaute Häuser stehen. Einige Bewohner seien "von Mauern zerquetscht" worden, sagte die Bürgermeisterin von Yanque, Anastasia Suyco. Am wichtigsten sei nun die schwierige Rettung der Verletzten. In der hoch gelegenen Kommune leben demnach rund 1200 Menschen.

Präsident Pedro Pablo Kuczynski schrieb im Internetdienst Twitter, die Regierung sei dabei, Hilfsmittel in die betroffenen Gebiete zu schicken. Sein Stellvertreter Martin Vizcarre, der auch Verkehrsminister ist, sei "bereits vor Ort und auch das Verteidigungsministerium leistet Hilfe", schrieb er.

Erschwerte Kommunikation und Zugang zu zerstörtem Gebiet

"Wir haben eine sehr starke Erschütterung gespürt, die Schäden im ganzen Colca-Tal verursacht hat", sagte der Bürgermeister von Caylloma, Rómulo Tinta, dem Radiosender RPP. Die Kommunikation mit den umliegenden Dörfern sei unterbrochen. Die örtlichen Behörden hätten schweres Gerät angefordert, um sich Zugang zu den zerstörten Gebieten zu verschaffen.

Peru liegt am sogenannten pazifischen Feuerring, einer besonders erdbebengefährdeten Region. Dabei handelt es sich um eine Kette von Vulkanen und seismologisch aktiven Gebieten, die den pazifischen Ozean umgeben. Bei einem schweren Erdbeben im August 2007 waren in dem südamerikanischen Land fast 600 Menschen gestorben.

(isw/AFP)
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