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Schüsse in Unternehmenszentrale
Mutmaßliche Schützin soll wütend auf Youtube gewesen sein

Drei Verletzte durch Schüsse in Youtube-Zentrale - Tatverdächtige tot
San Bruno. Offenbar war Zorn das Motiv für die Schüsse in der Youtube-Zentrale: Die mutmaßliche Schützin ist nach Angaben ihres Vaters wütend auf das Unternehmen gewesen. Youtube habe sie nicht mehr für Videos bezahlt, die sie auf der Online-Plattform veröffentlicht habe.

Das sagte der Vater der 39-Jährigen, Ismail Aghdam, dem Zeitungsverbund Bay Area News Group. Am Montag habe er sie als vermisst gemeldet, nachdem sie zwei Tage lang nicht an ihr Telefon gegangen sei, sagte Aghdam. Als die Polizei in der Nacht zum Dienstag bei der Familie angerufen und berichtet habe, sie sei schlafend in einem Auto entdeckt worden, habe er gewarnt, dass seine Tochter in die Zentrale von Youtube in San Bruno kommen könnte, weil sie den Konzern hasse.

Die drei Verletzten sind aber offenbar nur zufällig ins Visier der mutmaßlichen Täterin geraten. Die 39-Jährige habe ihre Opfer nicht gekannt, als sie am Dienstagnachmittag das Feuer eröffnet habe, teilte die Polizei der Stadt San Bruno mit.

Die 39-Jährige lebte nach Angaben aus Polizeikreisen in San Diego. In einem Beitrag der Zeitung "San Diego Union-Tribune" wurde sie 2009 zu einem Protest von Tierschützern befragt. Dabei sagte sie: "Für mich kommen Tierrechte den Menschenrechten gleich."

Nach Polizeiangaben hatte die Frau am Dienstag im Youtube-Sitz in San Bruno das Feuer eröffnet und drei Menschen verletzt, bevor sie sich selbst tötete. Eine vierte Person verletzte sich am Fußgelenk, als sie vor den Schüssen wegrannte.

(felt/ap)
 
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