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Nach schwerem Unwetter
Sechs Raubtiere im Zoo von Tiflis tot aufgefunden

Zootiere ausgebrochen - Begegnungen in Tiflis
Zootiere ausgebrochen - Begegnungen in Tiflis FOTO: dpa, yk bjw hpl
Tiflis. Im Zoo der georgischen Hauptstadt Tiflis sind bei dem schweren Unwetter vom Wochenende mindestens sechs Raubtiere umgekommen.

Drei Löwen, zwei Wölfe und ein Tiger seien nach dem Rückzug des Hochwassers tot aufgefunden worden, teilte die leitende Tierärztin des Zoos, Iwane Daraselija, am Dienstag mit. Die Behörden meldeten zudem den Tod eines weiteren Anwohners, damit stieg die Zahl der Opfer auf mindestens 15. Zehn Menschen wurden nach wie vor vermisst.

Auch im Zoo ging die Suche nach verschwundenen Tieren weiter. Nach dem schweren Unwetter in der Nacht zum Sonntag waren Dutzende Raubtiere aus zerstörten Gehegen entflohen und durch Tiflis gestreift. Einige erschoss die Polizei aus Sicherheitsgründen, andere wurden in den Hügeln rund um die Stadt gesichtet.

Heftiger Regen und starker Wind hatten einen an sich kleinen Fluss, der sich durch Tiflis schlängelt, in einen reißenden Strom verwandelt. Durch einen Erdrutsch wurde Wasser angestaut, das sich dann seinen Weg bahnte. Die Flutwelle überschwemmte den Zoo und zahlreiche Straßen. Die Häuser von rund 40 Familien wurden zerstört. In Tiflis leben 1,1 Millionen Menschen.

Seit Montag rätseln Beobachter über den gewaltsamen Tod eines jungen weißen Löwen, der zu den beliebtesten Tieren des Zoos gehört hatte. Das Tier war mit einem Kopfschuss tot im Zoo aufgefunden worden.

(ap)
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