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Auch nach Deutschland geliefert
Olivenöl aus Griechenland tonnenweise gefälscht

Tonnenweise gefälschtes Olivenöl aus Griechenland im Handel
Das bei den Deutschen beliebteste Speiseöl ist das Rapsöl (Bild). Aber auch Olivenöl wird häufig konsumiert. Nun erschüttert ein Skandal um gepanschtes Olivenöl aus Griechenland die Verbraucher. FOTO: dpa
Thessaloniki. Statt gesundem, kalt gepresstem Olivenöl kauften Verbraucher in Griechenland und Deutschland - ohne es zu ahnen - billiges Sonnenblumenöl. Nun wurden die Fälscher festgenommen.

Die griechische Staatsanwaltschaft teilte am Sonntag mit, dass in Griechenland tonnenweise Sonnenblumenöl als Olivenöl verkauft worden war. Sie beschuldigte sieben Personen, gelbes Sonnenblumenöl grün eingefärbt zu haben, damit es wie Olivenöl aussieht. Das gepanschte Öl war auch nach Deutschland exportiert worden.

Die Polizei nahm die Verdächtigen - eine vierköpfige Familie und drei Verwandte - in der Stadt Larissa fest. Das gefälschte Öl wurde in Fünf-Liter-Behältern an griechische Konsumenten verkauft und auf Paletten mit je einer Tonne Öl exportiert, hauptsächlich nach Deutschland. Die Polizei fand vor Ort fünf Tonnen gefälschten Öls, das noch nicht verpackt war und zwölf Paletten, die für die Ausfuhr bereitstanden.

Dutzende Händler festgenommen

Das Produkt wurde angepriesen als "Olivenöl nativ extra, direkt vom Produzenten". Es wurde in Griechenland für zwölf bis 15 Euro pro Fünf-Liter-Behälter verkauft, während echtes derartiges Olivenöl 26 bis 30 Euro kostet. Die Polizei hatte zunächst etwa 60 Händler des gefälschten Öls festgenommen und erst später herausgefunden, wo das mutmaßliche Zentrum des Betrugs lag.

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Die Lebensmittelbehörde hat Mitarbeitern zufolge die Farbstoffe getestet, mit denen die Farbe des Öls geändert wurde. In der Vergangenheit hätten diese krebserregende Substanzen enthalten, doch der zuletzt eingesetzte Farbstoff sei harmlos, hieß es.

(sbl/ap)
 
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