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Europa-Park Rust
15 Menschen bei Chlorgasunfall verletzt

15 Menschen bei Chlorgasunfall im Europa-Park Rust verletzt
Im Europa-Park in Rust wurden 15 Menschen verletzt FOTO: dpa, pse htf bwe
Rust . Atemwegsbeschwerden und Kopfschmerzen: Für einige Gäste und Mitarbeiter endet der Tag im Europa-Park im Krankenhaus. An einer Wasserbahn ausgetretenes Chlorgas verursachte die Beschwerden. Ursache ist wohl ein fälschlicherweise eingesetztes Mittel.

Bei einem Chlorgasunfall im Europa-Park in Rust bei Freiburg sind 15 Menschen verletzt worden, darunter ein fünf Jahre altes Kind. Zehn Betroffene kamen mit Atemwegsbeschwerden und Kopfschmerzen ins Krankenhaus, fünf wurden vor Ort behandelt, wie die Polizei mitteilte. Das Chlorgas sei am Wildwasser-Fahrgeschäft "Fjord-Rafting" ausgetreten, hieß es von den Parkbetreibern. Ursache war demnach eine fälschlicherweise zugesetzte Chemikalie. Sechs Rettungswagen, drei Notärzte und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz.

Ein Mitarbeiter habe dem Wasser statt einer Substanz gegen Algenbefall eine andere Chemikalie beigemischt, erklärte Parksprecher Jakob Wahl. "Es ist sehr schwül, daher kam es zu erhöhten Dämpfen." Der Bereich wurde belüftet, das Wasser des Fahrgeschäfts wurde ausgetauscht. Am späten Nachmittag öffnete die Bahn wieder.

Chlorgas ist giftig und reizt schon in geringen Mengen Haut, Augen und Atemwege. Auch dauerhafte Schädigungen sind möglich. Das Gas ist am typischen Chlorgeruch zu erkennen. Zu Chlorgasaustritten kommt es vor allem in Schwimmbädern immer wieder. Chlor wird dem Wasser zugesetzt, weil es das Wachstum von Mikroben im Wasser hemmt. Es ist auch Bestandteil verschiedener Haushaltsreiniger.

(crwo/dpa)
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