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Sexuelle Übergriffe an Silvester
Zahl der Anzeigen in Hamburg springt auf über 100

Sexuelle Übergriffe an Silvester in Hamburg: Zahl der Anzeigen springt auf über 100
Die Große Freiheit ist die bekannteste Nebenstraße der Reeperbahn. FOTO: tmn
Hamburg. Die Zahl der Anzeigen wegen der sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht ist in Hamburg erneut sprunghaft gestiegen. Bis zum Freitag seien 108 Strafanzeigen von Frauen eingegangen, teilte ein Polizeisprecher mit.

Den erneuten starken Anstieg - am Donnerstag waren 70 Anzeigen gemeldet worden - erklärte der Sprecher mit der größeren Aufmerksamkeit der Beamten. Wenn Frauen einen Raub oder Diebstahl anzeigten, fragten die Polizisten inzwischen konkreter nach. Die Ermittler hätten noch keinen Tatverdächtigen identifiziert.

Nach Angaben von Polizeigewerkschaftern werden die Ermittler mit Hinweisen und privaten Videoaufnahmen vom Geschehen in der Silvesternacht überhäuft. Es gehe nun darum, die Spreu vom Weizen zu trennen, sagte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Joachim Lenders. Der Bund der Deutschen Kriminalbeamten zeigte sich skeptischer. Der Landesvorsitzende Jan Reinecke bezweifelte, dass am Ende Täter verurteilt werden würden. Dafür brauche man gerichtsfeste Beweise wie DNA-Spuren oder Fingerabdrücke.

Zum Wochenende verstärkte die Polizei nach eigenen Angaben ihre Präsenz rund um die Reeperbahn, um weitere Taten dieser Art zu verhindern. Auch eine mobile Videoüberwachung sollte in der Nacht zum Freitag und zum Samstag genutzt werden.

(felt/dpa)
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