| 17.17 Uhr

Fast 900 Tipps helfen nicht
Elias bleibt verschwunden

Fotos: Polizei sucht in Potsdam nach Elias
Fotos: Polizei sucht in Potsdam nach Elias FOTO: dpa, nba pzi
Potsdam. Nach dem Verschwinden des sechsjährigen Elias aus Potsdam vor fast einem Monat hat die Polizei den Großteil der Hinweise abgearbeitet. Und noch immer bleibt der Junge verschwunden.

Bis Sonntagmorgen gingen rund 890 Tipps ein, mehr als 860 davon seien ausgewertet, teilte Polizeisprecher Heiko Schmidt mit. Eine heiße Spur war bisher nicht darunter. Die Ermittler der Soko "Schlaatz" waren auch am Wochenende tätig.

Am Freitag wurde mit der Mutter des Jungen und ihrem Lebensgefährten der Tag des Verschwindens rekonstruiert. Damit sollte der Weg nachvollzogen werden, den Elias möglicherweise nahm. Unter anderem sollten damit mögliche Verstecke und eventuell noch unbekanntes Videomaterial ausfindig gemacht werden. Die Ergebnisse der Rekonstruktion sollen in der neuen Woche ausgewertet werden, sagte Schmidt.

Der Erstklässler ist seit dem frühen Abend des 8. Juli verschwunden. Er wollte zu einem Spielplatz in der Nähe der mütterlichen Wohnung im Potsdamer Stadtteil Schlaatz. Die Polizei befragte mehr als 1000 Anwohner und Zeugen. Etwa 1900 Polizisten beteiligten sich an Suchaktionen.

Auch zu der fünfjährigen Inga aus Sachsen-Anhalt, die vor drei Monaten verschwand, gibt es keine heiße Spur. Es werden weiterhin verschiedene Ermittlungsansätze verfolgt und abgearbeitet, wie ein Polizeisprecher in Magdeburg sagte. Zudem stehe die Ermittlungsgruppe "Wald" in regelmäßigem Kontakt mit den Polizisten, die nach Elias suchen. Zusammenhänge zwischen dem Verschwinden der beiden kleinen Kinder hätten sich zunächst nicht ergeben, sagte der Sprecher. Größere neue Öffentlichkeitsaufrufe seien derzeit nicht geplant.

Die Fünfjährige war am 2. Mai in einem Wald bei Stendal verschwunden. Seitdem suchte die Polizei mehrfach mit Hunderten Helfern im Wald und in der Umgebung. TV-Auftritte, Fahndungsplakate und eine Internetseite brachten mehr als 1000 Hinweise, aber keine konkreten Hinweise, was dem Mädchen zugestoßen sein könnte.

(dpa)
 
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