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Wellington
Erdbeben in Neuseeland richtet große Schäden an

Wellington. Für Mark Mätschke, Mitarbeiter des Chemparkbetreibers Currenta in Leverkusen, ist ein "traumhafter Urlaub im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Knall" zu Ende gegangen. Mätschke war mit seiner Lebensgefährtin auf einem Campingplatz in Christchurch, als das Erdbeben Neuseeland mit einer Stärke von 7,5 bis 7,8 erschütterte. Der 41-Jährige, mittlerweile auf der Heimreise, berichtete gestern von einem angsteinflößenden Erlebnis, von gesperrten Küstenstraßen wegen Tsunami-Gefahr, von gestrichenen Flügen und eingestelltem Fährverkehr. "Man merkt, dass die Stimmung der Neuseeländer auf der Südinsel angespannt ist", fasste er zusammen.

Das Beben hat zwei Todesopfer gefordert und über Hunderte Kilometer große Schäden angerichtet. Im Hafen von Christchurch stürzte ein Turm von aufgestapelten Containern um. In asphaltierten Straßen klaffen tiefe Risse. An einem Hang ist das Erdreich über mehrere hundert Meter abgerutscht. Auf einer Küstenstraße liegt meterdicker Schlamm, Felsbrocken von der Größe eines Einfamilienhauses versperren den Weg. Rund um das Touristenstädtchen Kaikoura nördlich von Christchurch sind 1000 Urlauber gestrandet. Die Zufahrtsstraße ist völlig unter Geröll vergraben. Die Luftwaffe holt die Urlauber mit Kleinflugzeugen raus.

Bei allem Schrecken sprechen die Menschen trotzdem von Glück. So verursachten die Tsunamiwellen keine merklichen Schäden, dazu ist die betroffene Region dünn besiedelt. Bei einem Beben 2011 waren 185 Menschen gestorben.

(dpa/LH)
 
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