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Jede Woche Tote und Verletzte
220.000 Kinder in der Ostukraine durch Landminen bedroht

220.000 Kinder in der Ostukraine durch Landminen bedroht
In der Ukraine schicken manche Eltern ihre Kinder in paramilitärische Camps, während der Konflikt mit Russland ins dritte Jahr geht (Juli 2017). FOTO: ap, EL AZ
Kiew. Allein dieses Jahr wurde jede Woche ein Kind in der Ostukraine durch Landminen getötet oder verletzt. Die Region gehöre laut Uno-Angaben zu den am stärksten durch Minen belasteten Gebieten der Erde.

Rund 220.000 Kinder in der Region leben, spielen und gehen in durch Landminen und andere explosive Gegenstände verseuchten Gebieten zur Schule, wie die Uno-Kinderhilfsorganisation Unicef am Donnerstag berichtete. Es sei "nicht akzeptabel", dass Orte, an denen Kindern noch vor weniger als vier Jahren unbesorgt spielen konnten, nun von Explosivstoffen übersät seien, kritisierte die Unicef-Beauftragte für die Ukraine, Giovanna Barberis. Alle Konfliktparteien müssten den Einsatz derartiger Waffen umgehend einstellen.

Blutiger Konflikt

Laut Unicef wurde zwischen Januar und November im Schnitt jede Woche ein Kind in der Ostukraine verletzt oder getötet. Hauptverantwortlich dafür seien Landminen oder Blindgänger.

Im Osten der Ukraine herrscht seit mehr als drei Jahren ein blutiger Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten. Dabei wurden bislang mehr als 10.000 Menschen getötet. Die ukrainische Regierung, die EU und die USA werfen Russland vor, die Separatisten militärisch zu unterstützen. Moskau weist die Vorwürfe zurück.

(sbl/AFP)
 
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