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Ausländerpolitik
Dänische Regierung verschärft Asylrecht

Von Albanien bis zum Südsudan: Ursachen der großen Flucht
Von Albanien bis zum Südsudan: Ursachen der großen Flucht FOTO: ALESSANDRO BIANCHI
Kopenhagen. Dänemarks Regierung will ihre Ausländerpolitik noch in dieser Woche verschärfen. Mit einem großen Teil der Opposition vereinbarte sie dazu am späten Dienstagabend 13 Änderungen.

Danach soll die Polizei Asylbewerber bei ihrer Einreise nach Dänemark etwa eine "kürzere Zeit" lang festhalten dürfen, um ihre Identität festzustellen. Sie soll außerdem Bahnen, Busse und Fähren an der dänischen Grenze stoppen dürfen, wenn das notwendig ist, um die öffentliche Ordnung zu bewahren.

Private Firmen könnten demnach eingesetzt werden, um Asylbewerber zu registrieren und Festgenommene zu bewachen. Die Frist für die Ausreise abgelehnter Asylbewerber soll auf sieben Tage verkürzt werden.

Am Mittwoch sollte dem Parlament dazu in erster Lesung ein Gesetzentwurf vorgelegt werden. Die neuen Bestimmungen könnten schon am Wochenende in Kraft treten.

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(dpa)
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