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Offensive zur Eroberung der Hauptstadt
Arabische Koalition schickt Verstärkung in den Jemen

Jemen: Aden versinkt in Gewalt und Zerstörung
Jemen: Aden versinkt in Gewalt und Zerstörung FOTO: dpa, ya cs
Wadia. Die arabische Militärallianz hat für den Kampf gegen die schiitische Huthi-Miliz im Jemen weitere Einheiten mobilisiert. Mindestens 40 Armeefahrzeuge überquerten am Freitag die Grenze zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen.

Das berichtete ein AFP-Reporter am Grenzübergang Wadia. An Bord der Transporter waren jemenitisiche Einheiten, die in Saudi-Arabien ausgebildet wurden, sowie ausländische Kämpfer, zu deren Nationalität keine Angaben gemacht wurde. Mit der Verstärkung der Truppen solle die Rückeroberung der Hauptstadt Sanna vorbereitet werden, erklärte ein jemenitischer Militärvertreter.

Kampfflugzeuge der arabischen Koalition bombardierten unterdessen ein Militärfahrzeug der Rebellen in der östlichen Provinz Marib. Sieben Kämpfer seien bei dem Angriff am Freitag getötet worden, verlautete aus Armeekreisen. Auch in der benachbarten Schabwa-Provinz wurden Stellungen der Huthis aus der Luft attackiert.

Im Jemen kämpfen schiitische Huthi-Rebellen gegen die Truppen des nach Saudi-Arabien geflüchteten Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. Eine von Riad geschmiedete und geführte Koalition bombardiert die Aufständischen, um Hadi zurück zur Macht zu verhelfen. In dem Konflikt wurden nach Angaben der Vereinten Nationen bereits etwa 4500 Menschen getötet.

Für die kommende Woche sind nach Angaben der Vereinten Nationen neue Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts im Jemen geplant. Sowohl die Huthi-Rebellen als auch die Regierung von Präsident Hadi hätten den Gesprächen zugestimmt, teilte der UN-Sondergesandte Ismail Ould Cheikh Ahmed mit. Ziel seien "eine Waffenruhe und die Wiederaufnahme eines friedlichen politischen Übergangs".

(AFP)
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