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Kolumbien
Regierung einigt sich mit Rebellen auf UN-Beobachter

Kolumbiens Regierung einigt sich mit Rebellen auf UN-Beobachter
Ivan Marquez, der Kopf der Farc-Verhandlungsgruppe, und Humberto de la Calle, der Leiter der Regierungsverhandlungsgruppe. FOTO: afp, ar/pa
Havanna. Kolumbiens Regierung und die marxistischen Farc-Rebellen haben den nächsten Erfolg bei ihren Friedensverhandlungen erzielt.

Beide Seiten gaben am Dienstag in Kubas Hauptstadt Havanna eine Einigung für die Entsendung einer internationalen Beobachtermission unter UN-Mandat in den südamerikanischen Staat bekannt. Die Mission soll das Ende der Kämpfe und die Entwaffnung der Rebellen nach einer baldigen entsprechenden Vereinbarung verifizieren.

Der Ankündigung zufolge wird das Mandat zwölf Monate lang dauern und kann später auf Wunsch der Parteien verlängert werden. Der Gruppe sollen Vertreter anderer lateinamerikanischer Staaten angehören. Die UN werde sofort um die Mission gebeten, hieß es.

Der Chefunterhändler der Regierung, Humberto de la Calle, begrüßte die Einigung. Es handele sich um einen bedeutsamen Schritt Richtung Frieden, sagte er. Auch der Farc-Anführer Luciano Marín alias "Iván Márquez" zeigte sich zufrieden. Dies sei ein "starkes Signal", dass sich der langjährige Konflikt seinem Ende nähere, sagte er.

Beide Parteien wollen ihre Friedensverhandlungen in den nächsten Wochen erfolgreich zum Abschluss bringen. Die Gespräche finden seit November 2012 auf Kuba statt. Eine endgültige Friedensvereinbarung zur Beilegung des seit mehr als 50 Jahren tobenden Bürgerkriegs soll bis Ende März erreicht werden.

Mehr als 220 000 Menschen starben laut offiziellen Schätzungen während des längsten bewaffneten Konflikts in Lateinamerika. Zudem wurden Millionen vertrieben.

(das/dpa)
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