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Kommentar
Beschädigte USA

Meinung | Düsseldorf. Diese US-Präsidentschaftswahlen werden noch sehr lange nach dem 8. November eine tiefe Wunde hinterlassen. Selbst wenn sich Hillary Clinton, wie zu erwarten ist, am Ende durchsetzen wird. Von Michael Bröcker

Die selbst ernannte Vorzeige-Demokratie USA muss sich dringend Gedanken darüber machen, wie die politische Führungsauslese in den beiden großen Parteien funktioniert und wie sie den tiefen Graben zwischen einer ängstlichen weißen Mittelschicht und den jüngeren, optimistisch gesinnten städtischen Milieus zuschütten kann. Donald Trump schürt Ängste, er warnt vor Wohlstandsverlusten geradezu apokalyptischen Ausmaßes durch Zuwanderer. Er lügt dabei nachweislich, doch verfängt das in einer post-faktischen Gemengelage wie dieser.

Die große Aufgabe einer Präsidentin Hillary Clinton wird es sein, die Millionen Wutbürger mit ihrem Land und mit ihr zu versöhnen. Clinton muss dabei auch ihre eigene Rolle selbstkritisch reflektieren. Ihre E-Mail-Löschaktion und ihre Nähe zum großen Geld bleiben ein Problem.

Quelle: RP
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