| 19.09 Uhr

Russische Hacker im Verdacht
Erneuter Hackerangriff auf Computer von US-Demokraten

US-Demokraten nominieren Hillary Clinton
US-Demokraten nominieren Hillary Clinton FOTO: afp, aa
Washington. Die US-Partei der Demokraten ist erneut Ziel eines Hackerangriffs geworden. Die Cyber-Attacken sollen ähnlich gewesen sein, wobei dieses Mal die Wahlkampfzentrale der Abgeordneten im Repräsentantenhaus betroffen sein soll. Details und mögliche Täter sind bisher noch unbekannt.

Das sagte eine Sprecherin am Freitag. Die Wahlkampfzentrale bietet organisatorische und finanzielle Hilfe für demokratische Abgeordnete. Bei dem Hackerangriff auf die Parteizentrale der Demokraten waren die 19.000 internen E-Mails gestohlen worden, die vor einigen Tagen von Wikileaks veröffentlicht wurden.

Daraus geht hervor, dass die Parteispitze die Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton gegenüber dem linken Senator Bernie Sanders bei den Vorwahlen bevorzugte. Intern stiftete das großen Unmut, vor allem bei Sanders-Anhängern.

Russische Hacker im Verdacht

Demokratische Politiker mutmaßten, dass russische Hacker den US-Wahlkampf stören wollten. Präsident Barack Obama zeigte sich sogar nahezu sicher, dass Russen hinter dem Datendiebstahl steckten. Zu dem Hackerangriff auf die Wahlkampfzentrale ermittelt nach Angaben aus dem Parlament inzwischen das FBI. Die Sprecherin sagte zudem, man habe die Computersicherheitsfirma CrowdStrike eingeschaltet und arbeite mit den Ermittlern der Bundesbehörden zusammen.

Die Spekulationen über eine russische Beteiligung an Spähversuchen sind auch Wahlkampfthema. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hatte Russland öffentlich aufgefordert, nach 30 000 vermissten E-Mails seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton zu suchen. Die Demokraten beschuldigten ihn daraufhin, eine fremde Macht zu Spitzelei zu ermuntern.

(isw/ap)
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