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Wachsendes Misstrauen
Volkszählung in den USA beginnt

Washington (RPO). In den USA hat am Montag die Volkszählung begonnen. Über 120 Millionen Haushalte erhalten in den nächsten Tagen per Post die Erhebungsbögen. Erstmals sind auch 13 Millionen Haushalte zweisprachig in Englisch und Spanisch angeschrieben worden. Die Zensusbehörde erhofft sich davon eine höhere Rücksendungsquote von Einwanderern aus Mittel- und Südamerika.

Die Zählung findet in einer Zeit statt, da immer mehr Bürger misstrauisch gegenüber staatlichen Erhebungen sind, viele ehemalige Hauseigentümer wegen Zwangsvollstreckungen nicht mehr in ihrem Heim wohnen und der Argwohn bei Immigranten gegenüber Regierungsbeamten inmitten des allgemeinen scharfen Vorgehens gegenüber illegaler Einwanderung gewachsen ist. Begleitet wird die briefliche Erhebung von Volkszählern, die an den Haustüren klingeln.

Die Ergebnisse der Volkszählung spielen beispielsweise bei der Zuweisung von über 400 Milliarden Dollar an Bundesmitteln und der Zahl der Abgeordneten eine Rolle, die ein US-Staat in das Repräsentantenhaus nach Washington entsenden darf. Vor allem in den schnell wachsenden Staaten im Süden und Westen der USA sorgen sich die Verantwortlichen über negative Folgen, da dort die Zahl der Rücksendungen bei der Zählung vor zehn Jahren unter dem Durchschnitt lag. Besonders gering ist die Resonanz generell bei jungen Erwachsenen und Bürgern hispanischer Abstammung.

(apd/sdr)
 
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