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Angebot für Angehörige
Nur 242 Personen nutzten Schwesigs Pflege-Darlehen

Fotos: Manuela Schwesig – SPD-Frau und Familienministerin
Fotos: Manuela Schwesig – SPD-Frau und Familienministerin FOTO: dpa, fga kde
Berlin. Die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung durch den Bund sind den Angehörigen von Pflegebedürftigen weiterhin kaum bekannt: Nur 242 Personen haben im Jahr 2015 ein zinsloses Darlehen des Bundes während einer Freistellung nach den Pflegezeitgesetzen von Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) in Anspruch genommen.

Das geht aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die unserer Redaktion vorliegt.

Seit Anfang 2015 haben Pflegende die Möglichkeit, für bis zu sechs Monate aus dem Beruf auszusteigen (Pflegezeit) oder bis zu 24 Monate verkürzt zu arbeiten (Familienpflegezeit). Für beide Varianten können sie zur Unterstützung ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben beantragen.

Während der kürzeren Pflegezeit beantragten 119 Personen und während der längeren Familienpflegezeit 123 Personen ein zinsloses Darlehen im Jahr 2015, so das Papier. Dies lasse jedoch keinen Rückschluss auf die Anzahl der tatsächlichen Freistellungen zu. Schwesig hatte sie auf etwa 6000 geschätzt.

Patientenverbände und die Grünen halten Schwesigs Pflegegesetze für einen Flop. "Der Erfolg lässt weiter auf sich warten. Die Inanspruchnahme bleibt weit unter den prognostizierten Zahlen", sagte Grünen-Politikerin Elisabeth Scharfenberg.

(mar)
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