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"Der richtige Mann an der Spitze"
SPD-Spitzenpolitiker für Gabriel als Kanzlerkandidaten

Porträt: Gabriel - unberechenbar und brillanter Stratege
Porträt: Gabriel - unberechenbar und brillanter Stratege FOTO: afp, JOHN MACDOUGALL
Berlin. Trotz der schlechten Ergebnisse bei den Landtagswahlen stärken führende Sozialdemokraten Parteichef Sigmar Gabriel den Rücken.

"Er hat den Parteivorsitz in einer sehr schwierigen Zeit übernommen. Seither haben wir in der Führung viel Stabilität", sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) dem "Handelsblatt" (Montag). Die SPD stelle die meisten Ministerpräsidenten und sei in fast allen Landesregierungen vertreten.

"Das ist keine schlechte Bilanz. Da darf der Parteivorsitzende selbstverständlich seinen Teil des Erfolges für sich anmelden", antwortete Scholz auf die Frage, ob Gabriel Kanzlerkandidat im Bundestagswahlkampf 2017 werden solle.

Auch andere führende SPD-Politiker sprachen sich für den Vizekanzler aus. "Sigmar Gabriel ist der richtige Mann an der Spitze", sagte Parteivize Thorsten Schäfer-Gümbel der Zeitung. Ralf Stegner, wie Schäfer-Gümbel Partei-Vize, sagte: "Der SPD-Chef hat den ersten Zugriff auf die Kanzlerkandidatur. Wenn er das will, dann wird er es auch. Er wäre der richtige Mann dafür."

Übereinstimmend verteidigen die Stellvertreter den von Gabriel vorangetriebenen "Sozialpakt" zugunsten einheimischer Bürger. "Damit liegt er absolut richtig. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist das zentrale Thema für uns Sozialdemokraten, das ist unsere gemeinsam getragene Überzeugung", sagte Schäfer-Gümbel. "Gerechtigkeit muss der Kompass unserer Arbeit sein", sagte Stegner.

Gabriel hatte vor den Landtagswahlen "doppelte Integrationsaufgaben" für Flüchtlinge und Einheimische in den Vordergrund gerückt.

(pst/dpa)
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