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Nachkriegsgeschichte
USA sollen Willy Brandt mit Geheim-Zahlungen unterstützt haben

USA sollen Willy Brandt mit Geheim-Zahlungen unterstützt haben
Willy Brandt soll Mittel aus den USA erhalten haben. FOTO: dpa, Heinz Wieseler
Berlin. Hat das Weiße Haus massiv Einfluss auf die deutsche Nachkriegsgeschichte genommen? Einem Medienbericht zufolge soll die US-Besatzungsmacht den späteren deutschen Kanzler und SPD-Chef Willy Brandt in den 50er Jahren mit geheimen Zahlungen im SPD-internen Machtkampf unterstützt haben.

1950 hätten die Amerikaner dem damaligen Westberliner Bundestagsabgeordneten die damals sehr große Summe von 200.000 Mark zukommen lassen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag. Es beruft sich auf den Historiker Scott Krause, der seine Erkenntnisse aus Archivunterlagen in dieser Woche der Berliner Brandt-Stiftung präsentiert habe.

Die Amerikaner hätten Brandt gefördert, weil er zu jenen Berliner Sozialdemokraten gehörte, die eine Westintegration der jungen Bundesrepublik befürworteten. In der SPD war dieser Kurs damals umstritten. Später sei noch mehr Geld geflossen.

(felt/dpa)
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