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Im Falle einer Neuwahl
Viele Mittelständler wünschen sich Friedrich Merz als Kanzler

Viele Mittelständler wünschen sich Friedrich Merz (CDU) als Kanzler bei einer Neuwahl
FOTO: dpa, bvj vge
Berlin. Bei einer repräsentativen Umfrage des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) haben sich viele Unternehmer im Falle einer Neuwahl für Friedrich Merz (CDU) als Bundeskanzler ausgesprochen. Eine Neuauflage der großen Koalition lehnen viele ab.

Die mittelständischen Betriebe in Deutschland blicken äußerst optimistisch in das kommende Jahr. Vier von fünf (79 Prozent) erwarten einen anhaltenden Aufschwung hierzulande, wie eine am Donnerstag veröffentlichte repräsentative Umfrage des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) ergab. Im Vorjahr waren es nur 62 Prozent gewesen.

Ihre momentane Geschäftslage schätzen - wie 2016 - fast alle Klein- und Mittelbetriebe als befriedigend oder besser ein: Diese Angabe machten 95 Prozent der Befragten. Drei Viertel (73 Prozent) gaben sogar an, ihre aktuelle Lage sei gut und besser. Vier von zehn Unternehmen erwarten laut Umfrage im kommenden Jahr sogar noch höhere Umsätze, und ebenso viele wollen mehr investieren als 2017.

Entsprechend will fast die Hälfte der befragten Unternehmen zusätzliche Mitarbeiter einstellen, jedes zweite Unternehmen will die Beschäftigtenzahl halten. Verbandspräsident Mario Ohoven warnte aber vor allem vor dem anhaltenden Fachkräftemangel. Neun von zehn Betrieben (89 Prozent) gaben wie schon 2016 an, sie hätten Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Vier von zehn Unternehmen mussten demnach aus Personalnot sogar schon Aufträge ablehnen.

Bildungsoffensive gefordert

Gefragt nach ihren Wünschen für die politische Zukunft sagten 70 Prozent der Mittelständler, sie lehnten eine Wiederauflage der großen Koalition ab. Bei einer Neuwahl würden diese Unternehmer eine schwarz-gelbe Bundesregierung unter einem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bevorzugen, wie die Umfrage ergab. Drei Viertel der Befragten sehen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) demnach als geschwächt an.

Als vorrangige Aufgaben der künftigen Bundesregierung nannten die Unternehmer in der Umfrage den Abbau bürokratischer Hemmnisse, eine Bildungsoffensive und den beschleunigten Ausbau des Breitbandnetzes.

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Ohoven forderte zudem Reformen: Deutschland brauche endlich eine steuerliche Forschungsförderung, ein Wagniskapitalgesetz für innovative Klein- und Mittelbetriebe sowie die völlige Abschaffung des Solidaritätszuschlags und der Erbschaftsteuer.

(ate/afp)
 
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