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Chef der Jung-Liberalen
Westerwelle soll Selbstkritik üben
Guido Westerwelle - FDP-Chef auf Abruf
Guido Westerwelle - FDP-Chef auf Abruf FOTO: ddp

In den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwochausgabe) vermied Becker indessen ein klares Bekenntnis zu Westerwelle als Parteichef über die Landtagswahlen hinaus: "Von den Wahlergebnissen hängt viel ab. Und beim Bundesparteitag wird analysiert: Wer hat welchen Fehler gemacht, und wie baue ich ein zukunftsfähiges Team."

Auf Distanz ging Becker zu dem Modell, Partei-Vize Rainer Brüderle als Übergangsvorsitzenden zu installieren. Die Jungen Liberalen stünden "Interimslösungen so oder so sehr skeptisch" gegenüber. "Dauerhaft tragfähige Lösungen - egal in welcher Teamkonstellation - erscheinen mir wesentlich sinnvoller."

Programmatisch sprach sich Becker für einen Kurswechsel aus. "Jedenfalls wird man nicht dadurch glaubwürdig, dass man zum 200. Mal eine Steuersenkung ankündigt." Der JuLi-chef forderte eindeutige Schwerpunkte bei der Haushaltskonsolidierung, bei der Ablehnung der Vorratsdatenspeicherung, beim zukunftsfesten Umbau der Sozialsysteme und beim Thema nachhaltige, ökologische Marktwirtschaft.

Quelle: apd/csh
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