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Straftäter könnten nicht mehr im Ausland warten
Zypries will angeblich Verjährungsfristen ändern

Hamburg (rpo). Am Strand von Rio darauf warten, dass die Strafe verjährt ist - so stellten sich viele Bankräuber ihr Leben nach dem großen Coup vor. Das könnte bald nur noch Illusion sein: Bundesjustizministeriun Brigitte Zypries plant einem "Spiegel"-Bericht zufolge, die  Verfolgungsverjährung auszusetzen, wenn Verdächtige im Ausland sind.

Anlass für die Überarbeitung der Verjährungsparagrafen sind den Angaben zufolge Fälle wie der des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber, der nach Kanada entkommen ist, oder des mutmaßlichen Millionenbetrügers Hans-Jürgen Koch, der in Namibia in Haft sitzt und dessen Auslieferung sich immer wieder verzögert.

Wird Schreiber nicht bis kommenden Juni nach Deutschland überstellt, wären seine Taten verjährt. Das Bundesjustizministerium schickt laut Magazin jährlich rund 500 Auslieferungsersuchen in alle Welt, nahezu 20 Prozent bleiben erfolglos.

 
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