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Flugverkehr in Europa
De Maizière erwägt Laptop-Verbot im Handgepäck

Laptop-Verbot: De Maizière stellt "Sicherheit vor Bequemlichkeit"
Ein Laptop wird auf Sprengstoff untersucht (Archivbild). FOTO: dpa, le dt jsc scg
Brüssel. Auf Flugreisende in Europa könnten Laptop-Verbote zukommen – Bundesinnenminister Thomas de Maizière sieht in der Diskussion "viele Argumente, die dafür sprechen", elektronische Geräte in den Frachtraum zu verbannen.

Das räumte Bundesinnenminister de Maizière am Donnerstag am Rande eines Treffens der EU-Innenminister in Brüssel ein. Entsprechende Auflagen stellten zwar eine "erhebliche Veränderung" dar. "Aber ich muss sagen: Im Zweifel geht dann die Sicherheit vor Bequemlichkeit."

Unklarheiten bei Argumentation zur Sicherheit

Die USA erwägen ein Handgepäck-Verbot für die meisten elektronischen Geräte auf Flugverbindungen nach Europa. Nach Erkenntnissen der US-Regierung sollen Terrororganisationen Methoden entwickelt haben, Sprengsätze in Laptops und anderen elektronischen Geräten zu verbergen.

"Wir teilen die Sorge, dass wir im Bereich der Luftsicherheit gegebenenfalls neue Sicherheitsrisiken zu gewärtigen haben", sagte de Maizière. "Deswegen verstehen wir auch die Sorgen der Amerikaner."

Die USA haben die Mitnahme von Laptops und anderen elektronischen Geräten, die größer sind als Handys, im März bereits auf Direktflügen von zehn Flughäfen im Nahen Osten und in Nordafrika in die USA verboten. Die Geräte können aber im Frachtraum mitfliegen. Warum der Transport im Frachtraum sicherer sein könnte als in der Kabine, ist unklar.

(isw/dpa)
 
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