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Larnaka/Kairo
Flugzeugentführung nach Zypern endet glimpflich

Larnaka/Kairo. Nach stundenlangem Nervenkrieg hat sich der Entführer eines ägyptischen Passagierflugzeuges auf Zypern ergeben. Sicherheitskräfte nahmen den Ägypter auf dem Flughafen der Hafenstadt Larnaka fest. Die mehr als 60 Insassen der EgyptAir-Maschine hatte der Mann zuvor freigelassen. Das Flugzeug war gestern Morgen innerhalb Ägyptens auf dem Weg von Alexandria nach Kairo. Der Entführer zwang die Piloten zur Landung auf Zypern, indem er mit der Zündung eines Sprengstoffgürtels drohte. Allerdings handelte es sich dabei lediglich um eine Attrappe. Der Vorfall hat offenbar keinen terroristischen Hintergrund. Der Täter sei "psychisch labil", sagte der zypriotische Außenminister Ioannis Kasoulides: "Seine Forderungen machten keinen Sinn und waren zu zusammenhangslos, um ernst genommen zu werden." Die Exfrau des Mannes stammt aus Zypern und lebt auch dort, wie es aus Polizeikreisen hieß. Sie sei von der Polizei zum Flughafen gebracht worden. Der Entführer habe verlangt, dass ihr ein Brief ausgehändigt werde, berichtete Kasoulides. Auch dessen Inhalt sei zusammenhangslos gewesen. Zuvor habe der Mann zudem die Freilassung weiblicher Gefangener aus ägyptischen Gefängnissen verlangt, diese Forderung aber wieder fallengelassen und stattdessen Zusicherungen von EU-Vertretern gefordert, die jeglicher Logik entbehrten, so der Außenminister.

(dpa)
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