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Persönlich
Michael Bloomberg . . . will vielleicht Obama beerben

Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg erwägt, als unabhängiger Kandidat in das Rennen um die Präsidentschaft in den USA einzusteigen. Er habe erste Schritte für eine mögliche Kampagne unternommen, hieß es im Umfeld des milliardenschweren Medienunternehmers. Die Entscheidung, ob der 73-Jährige wirklich antritt, soll bis März fallen. Für eine Kandidatur könnte er bis zu eine Milliarde Dollar aus seinem Privatvermögen bereitstellen. Der ehrgeizige Bloomberg war für drei Amtsperioden Bürgermeister der Weltmetropole New York. Er war ursprünglich Demokrat, trat dann aber zunächst als Republikaner zur Wahl an. Schließlich entdeckte der Geschäftsmann, dass es für sein Renommee besser ist, sich unabhängig von beiden großen Parteien zu halten. Von Martin Kessler

Die Amerikaner lieben den Selfmademan, der mit einem Informationsdienst für Finanznachrichten ein Vermögen von 37 Milliarden Dollar erwirtschaftete. Das ist eine Erfolgsgeschichte, die ihn für US-Wähler auch für hohe Staatsämter befähigt.

Dabei vertritt Bloomberg anders als der Rechtsaußen Donald Trump durchaus liberale Positionen. Es heißt sogar bei seinen Vertrauten, dass die schrille Rhetorik Trumps, aber auch die Affären der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton ihn erst dazu verleitet hätten, selbst eine Kandidatur anzustreben.

Jedenfalls setzt sich Bloomberg für großzügigere Einwanderungsregeln ein als die meisten der republikanischen und demokratischen Kandidaten. Er ist offen für die Homo-Ehe und tritt für die Freigabe der Abtreibung ein. Zugleich machte er mit Klimaschutzinitiativen von sich reden.

Dem Zufall will der erfolgreiche Geschäftsmann nichts überlassen. So plant er angeblich eine Meinungsumfrage nach der Vorwahl in New Hampshire am 9. Februar, um seine Chancen realistisch abzuschätzen. Danach sei nichts auszuschließen.

Quelle: RP
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