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Aachen
Misereor kritisiert Ergebnisse des G20-Gipfels

Aachen. Misereor hat die Ergebnisse des G20-Gipfels in China als enttäuschend kritisiert. Die 20 führenden Wirtschaftsmächte hätten bei ihrem Treffen in Hangzhou die "falschen Prioritäten" gesetzt, sagte der Hauptgeschäftsführer des katholischen Hilfswerks, Pirmin Spiegel. Der Misereor-Chef warf den Staats- und Regierungschefs vor, einseitig auf Wirtschaftswachstum zu setzen. "Sie ignorieren damit aber nicht nur die Grenzen unseres Planeten, sondern bleiben damit auch alten Lösungen verhaftet, die in der Vergangenheit keinen Schritt zu globaler Gerechtigkeit, insbesondere für die Verletzlichsten, beigetragen haben.

" In ihrer Abschlusserklärung hatten die G20-Vertreter neue Impulse für wirtschaftliches Wachstum angekündigt. Außerdem soll der Kampf gegen Terrorismus verschärft werden. Das Pariser Klimaabkommen soll noch 2016 in Kraft treten. Nichtregierungsorganisationen zogen eine gemischte Bilanz. Germanwatch würdigte am Montag die Bemühungen um Umwelt- und Klimaschutz. Doch vielen Aussagen fehle es an Substanz.

(kna)
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