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Düsseldorf
NRW-Beamte fordern mehr Schutz vor Attacken

Düsseldorf. Polizisten und Mitarbeiter in Jobcentern und Sozialämtern werden zunehmend Opfer von Übergriffen. Erst im Januar wurde in Düsseldorf ein Rettungssanitäter von Angehörigen einer schwerkranken Frau niedergeschlagen, weil der Einsatzwagen angeblich zu spät gekommen sei. Auf einer vom Deutschen Beamtenbund (DBB) veranstalteten Sicherheitskonferenz gab es am Wochenende in Düsseldorf zahlreiche Berichte über Bedrohungen und Attacken in Amtsstuben und auf Mitarbeiter im Außendienst.

Jano Hillnhütter, Vorsitzender der DBB-Jugend in NRW, forderte den Bund auf, die Fälle systematisch zu erfassen, um daraus Konsequenzen ziehen zu können. Doch nicht jede Kommune oder Dienststelle müsse "das Rad neu erfinden". Vielmehr gelte es, das Bewusstsein für Sicherungsmaßnahmen zu schärfen. Denkbar seien Fluchttüren in Büros mit Publikumsverkehr, ein eingeübter Alarmplan sowie Training für Deeskalation und Selbstverteidigung. Nach der Messerattacke auf einen Zugschaffner auf der Strecke Heerlen-Aachen hätten viele junge Bahnbegleiter von ähnlichen Situationen berichtet. Manche Strecken, so Hillnhütter, seien vor allem nachts "unter Kollegen geradezu gefürchtet".

Um das Thema Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst geht es auch auf einer DBB-Konferenz heute in Berlin, an der Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) teilnimmt.

(hüw)
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